|
26.01.2026
10:04 Uhr
|
Das Problem kennen wir alle: Zwei verhaken sich in ihren Haltungen. Wie kommen sie da wieder raus? Eine Antwort inszeniert Johan Simons mit der "Antigone" in Berlin.

Vom Theaterhimmel hängt an einem dünnen Seil eine doppelte Trennwand, ein langer, schmaler Bedeutungscontainer, der sich dreht und wendet und knapp über dem Bühnenboden schwebt. Dieser Boden ist ein Schlachtfeld nach der Schlacht. Ein mythischer Urknall im nackten Bühnenraum hat ausgeblichenes menschliches Treibgut auf die Umlaufbahnen eines ewigen Dramas geschleudert, Schalen, Schädel, Körperteile. Mit ihnen kreisen drei Schauspieler in diesem kargen Universum und klauben sich die Requisiten zusammen, die sie brauchen für zwei fantastische Stunden Theater.