Zeit 06.01.2026
09:36 Uhr

(+) Angebotserstellung mit KI: Bloß nichts übersehen


Weniger kostspielige Fehler durch KI? Ein deutscher Pumpenhersteller will es versuchen. Aber das Projekt startet holprig, die Mitarbeiter sind skeptisch.

(+) Angebotserstellung mit KI: Bloß nichts übersehen
Manchmal reicht ein einziges Wort, um eine Kalkulation ins Chaos zu stürzen. Oder besser gesagt: Manchmal reicht es, ein solches Wort erst mal zu übersehen. Guillaume Tréfeu vom Pumpenhersteller KSB kann sich noch genau an eine solche Geschichte erinnern. Es ging um ein Speisewasser-Pumpenaggregat mit Turbinenantrieb für ein Kraftwerk. Pumpenaggregate gehören zum Spezialgebiet des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von rund drei Milliarden Euro. Der Kunde, ein Kraftwerksbauer, war zudem einer, mit dem KSB schon zusammengearbeitet hatte. Das sollte also irgendwie machbar sein, auch wenn es dazu eine Sonderanfertigung brauchte. So was produziert man schließlich nicht von der Stange. Und so setzte sich der Vertriebsingenieur aus der Angebotsabteilung für konventionelle Kraftwerke an seinen Schreibtisch und ging die technischen Spezifikationen durch: 30 Dateien, rund 1.200 Seiten. Tréfeu setzte Haken an Haken und machte dem Kraftwerksbauer ein Angebot.