Zeit 09.12.2025
13:50 Uhr

(+) Alltag als Alleinerziehende: "Bei der achten Tasse Kaffee fange ich an zu vibrieren"


Miriam ist chronisch krank, alleinerziehend, drei Kinder, und arbeitet in Vollzeit. Dass das klappt, liegt an einer Person, die ihren Partner ersetzt hat: ihrer Mutter.

(+) Alltag als Alleinerziehende:
Wie schafft man es, mit Kindern in Vollzeit zu arbeiten? In unserer Serie erzählen davon in der Regel Paare mit Kindern. Aber auch Miriam Konrad*, 41, die in der Verwaltung arbeitet und sich bei der ZEIT gemeldet hat. Sie ist alleinerziehend und berichtet von ihrem Alltag mit drei Kindern, eines davon ist schwerbehindert. Mein erstes Kind bekam ich während meines Studiums. Ich schloss mit einem Master ab und begann in einem Verwaltungsjob in Teilzeit zu arbeiten. Da war das Kleine knapp ein Jahr alt. Als die nächsten beiden Kinder kamen, pausierte ich wieder ein Jahr. Mein Lohn ging für die Kinderbetreuung drauf. Eigentlich war das Schwachsinn. Aber ich wollte unbedingt arbeiten, um weniger abhängig von meinem Mann zu sein. Von ihm fühlte ich mich oft alleingelassen. Seine Arbeit, die Kumpels, alles schien wichtiger als die Familie. Irgendwann hatte ich das Gefühl, keinen Partner, sondern ein viertes Kind zu haben.