Zeit 23.02.2026
16:34 Uhr

(+) "Alexander" von Ferdinand von Schirach: Das fliehende Klassenzimmer?


Der Jurist Ferdinand von Schirach hat ein Kinderbuch geschrieben. Er stellt "Alexander" ausgerechnet in einem Eliteinternat vor. Zeugnis eines ungewöhnlichen Auftritts

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Im Internat Louisenlund, in einem alten Schloss direkt am Ufer des Ostseefjords Schlei, sitzt ein Schriftsteller mit Tintenflecken an den Fingern, es tritt eine leibhaftige Prinzessin auf und in der Geschichte selbst begibt sich ein Junge mit wildem Haar auf eine große Reise in antiker Kulisse. Als Ferdinand von Schirach sein erstes Kinderbuch vorstellt, fühlt man sich wie aus der Zeit gefallen. Alexander heißt der Junge, genau wie das Buch, und für ihn sieht es anfangs düster aus. Seine Heimatstadt Kaliste liegt nach einem Krieg, den der tyrannische König angezettelt hat, in Schutt und Asche. Alexanders Vater ist im Kampf gefallen. Und dann entscheiden die Bürger von Kaliste, dass ausgerechnet er, ein Kind, sich auf die Suche nach guten und gerechten Gesetzen machen soll. Als sei das nicht schwer genug, muss Alexander diese Gesetze in sieben Tagen finden. Gelingt ihm das nicht, wird die Stadt vom Nachbarherrscher plattgemacht.