|
29.09.2026
16:25 Uhr
|
Deutschlands Industriekrise spielt der AfD in die Hände. In den Regionen mit besonders viel Frust über Chinas Konkurrenz wächst der Zuspruch für die Partei.

Der Aufstieg der AfD wurde lange als ostdeutsches Phänomen betrachtet. Doch inzwischen gewinnt die Partei auch in den industriellen Zentren Westdeutschlands deutlich hinzu. Migration, kulturelle Konflikte und das Misstrauen gegenüber dem politischen Establishment spielen eine Rolle beim Anstieg der Unterstützung für die AfD. Doch laut der Professorin für Internationale Wirtschaft an der TUM School of Management der TU München, Dalia Marin, wird auch der wachsende Konkurrenzdruck aus China zu einem politischen Problem. Der 6. September 2026 könnte einen Wendepunkt in der politischen Nachkriegsgeschichte Deutschlands markieren. Im Bundesland Sachsen-Anhalt kam die rechtspopulistische bis rechtsextreme AfD bis auf drei Sitze an eine absolute Mehrheit heran und erhielt 43,8 Prozent der Stimmen – mehr als doppelt so viel wie bei der Wahl 2021. Die CDU, die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz und die amtierende Regierungspartei im Land, stürzte von 37,1 auf 17,2 Prozent ab.