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27.02.2026
17:49 Uhr
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Ein kleiner Junge sammelte gern Käfer im Wald. Aus seinem Hobby entwickelte er eines der erfolgreichsten Games der Geschichte: Pokémon. Und eine magische Gemeinschaft.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich ihn damals verdutzt in den Händen hielt: meinen allerersten Game Boy. Ein grauer Plastikkasten mit olivgrünem Display und ein paar matten Knöpfen. Es war frühmorgens an meinem sechsten Geburtstag und meine Augen waren an den funzeligen Bildschirm noch gar nicht richtig gewöhnt. Als Vorschulkind konnte ich ja noch nicht mal lesen, was da überhaupt alles geschrieben stand. Und doch war sie von Anfang an da – diese Faszination, dass hier gerade etwas Magisches passiert. Plötzlich war ich nicht mehr in meinem Dorf in der ostsächsischen Provinz, sondern in Alabastia, einer weiß getünchten Kleinstadt am Meer. Von dort aus konnte ich durch das Dickicht der Wälder streifen, verzweigte Höhlenlandschaften erkunden, die Küste entlangradeln und sogar auf einem Kreuzfahrtschiff mitfahren. Immer mit dabei waren meine Begleiter: eine Schildkröte, eine gelbe Elektromaus, eine mutierte Hornisse und ein löffelbiegender Hellseher.