Zwei Soldaten der US-Nationalgarde sind am Mittwoch nahe dem Weißen Haus in Washington erschossen worden. Die beiden aus West Virginia stammenden Soldaten seien ihren Verletzungen erlegen, teilte der Gouverneur des US-Bundesstaats, Patrick Morrisey, auf der Plattform X mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf Truth Social geschrieben, dass die Opfer im Krankenhaus und in einem kritischen Zustand seien. Der mutmaßliche Schütze, den Trump als „Tier“ bezeichnete, sei schwer verletzt, erklärte Trump. Er werde „einen hohen Preis zahlen müssen“. Die Polizei in Washington teilte auf X mit, es habe in der Innenstadt Schüsse gegeben. Man solle den Bereich meiden; weitere Informationen würden folgen. Seit dem Sommer sind mehr als 2000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. Trump hatte den umstrittenen Einsatz angeordnet – mit der Begründung, dass die Hauptstadt die Kriminalität nicht in den Griff bekomme. Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht. Die Hauptstadt ging juristisch gegen den Einsatz vor. Eine Bundesrichterin erklärte den Einsatz der Nationalgarde jüngst für nicht rechtens und ordnete an, diesen zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch für drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann. Die Anordnung bleibt damit bis zum 11. Dezember außer Kraft. Die Nationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für Washington bestehen Sonderregeln. Trump hielt sich zum Zeitpunkt der Tat auf seinem Golfplatz in West Palm Beach auf. Seine Sprecherin Karoline Leavitt teilte mit, das Weiße Haus beobachte alle Entwicklungen rund um den tragischen Zwischenfall genau.