Ihr Kanal hatte eine große Reichweite, auch ein Buch entstand aus der Arbeit an „Gewitter im Kopf“: Aufklären über das Tourette-Syndrom, das war der Antrieb von Jan Zimmermann und seinem Freund Tim Lehmann. 2019 starteten beide ihre Online-Präsenz auf YouTube (verlinkt auf https://www.youtube.com/@gewitterimkopf) (aktuell 1,9 Millionen Follower), auch auf Instagram folgten mehrere hunderttausend Internetnutzer (verlinkt auf https://www.instagram.com/gewitterimkopfyt/?hl=de) den beiden. Nun jedoch ist es still auf dem Kanal geworden. Wie unter anderem „Bild“ meldet, (verlinkt auf https://www.bild.de/unterhaltung/bildgg/youtube-star-jan-zimmermann-tot-er-begeisterte-millionen-mit-gewitter-im-kopf-692440a90f2241537f41a921) ist Jan Zimmermann plötzlich und unerwartet mit nur 27 Jahren verstorben. Der erfolgreiche YouTuber sei bereits vor über einer Woche tot in seiner Wohnung in Königswinter (nahe Bonn, NRW) entdeckt worden. „Bild“ zitiert einen Polizeisprecher mit den Worten: „Der Verstorbene ist am 18. November in den Abendstunden in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, das bereits abgeschlossen ist. Nach der Obduktion ergaben sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.“ Tourette ist eine neurologische Störung, die bei den Betroffenen zu sogenannten „Tics“ führt, beispielsweise kurzen lautlichen, sprachlichen oder motorischen Aussetzern und Ausbrüchen. Da diese „Tics“ unbeabsichtigt und für die Betroffenen unkontrollierbar passieren, sind sie schwer bis gar nicht zu therapieren. Jan Zimmermann hatte selbst publik gemacht, dass er sich Ende 2022 einen Hirnschrittmacher hatte einsetzen lassen, (verlinkt auf https://www.instagram.com/reel/DFhtO-is5E_/?utm_source=ig_embed) um seine „Tics“ zu unterdrücken. Dennoch, so schreibt „Bild“, sei die Krankheit weiter Teil seines Lebens gewesen. Ob es einen Zusammenhang zu seinem Ableben gibt, ist nicht bekannt. Jan Zimmermann war bundesweit bekannt geworden, als er 2019 seine Erkrankung in einem Beitrag für das ProSieben-Magazin „Galileo“ publik machte. Die Reportage stieß damals auf ein großes Echo. Anschließend gründete er seinen YouTube-Kanal „Gewitter im Kopf“, auch wenn er, so Zimmermann damals zu WELT, (verlinkt auf https://www.welt.de/kmpkt/article204484496/Gewitter-im-Kopf-Wie-diese-YouTuber-es-schaffen-Tourette-zu-normalisieren.html) zunächst Vorbehalte hatte: „Ich dachte, Leute könnten das nicht so ernst nehmen und denken, wir spielen das nur oder so.“ Fortan jedoch zeigte er gemeinsam mit seinem Freund Tim Lehmann allerlei Alltagssituationen, die Jan mit „Gisela“ (diesen Namen hatte er seinem Tourettesyndrom gegeben) erlebte. In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Sollten Sie selbst das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie anonym Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.