Welt 27.02.2026
07:23 Uhr

„Wir rechnen nicht damit, heute den Bus- und U-Bahn-Betrieb aufnehmen zu können“


Das städtische Verkehrsunternehmen erwartet, dass seine Busse und U-Bahnen nicht fahren. Verdi und das Unternehmen streiten über die Bezahlung der Mitarbeiter. Eine Ausnahme gibt es an den Arenen.

„Wir rechnen nicht damit, heute den Bus- und U-Bahn-Betrieb aufnehmen zu können“

Kunden von Hochbahn und Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) müssen zwei Tage lang auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Seit dem Morgen sind bei der Hochbahn unter anderem die Bus- und U-Bahnfahrer zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. „Aktuell rechnet die Hochbahn nicht damit, am heutigen Freitag den Bus- und U-Bahn-Betrieb aufnehmen zu können“, teilte das städtische Verkehrsunternehmen auf seiner Website mit. Der Warnstreik dauert voraussichtlich bis Sonntagmorgen, 1. März, um 3 Uhr. Fahrgäste sollten, wenn möglich, auf die S-Bahn umsteigen. Ob während des Warnstreiks einzelne Fahrten stattfinden, entscheide die Hochbahn je nach Lage, hieß es. Der Schulbusverkehr am Freitag sowie die Arenen-Shuttle-Verkehre am Freitag und Samstag sollen jedoch fahren. Das ist wichtig, da in der Barclays Arena an beiden Tagen Konzerte geplant sind. Der HSV spielt am Sonntagabend zu Hause – nach Ende des Warnstreiks. Beim VHH fahren einige Busse trotz Warnstreiks Nachdem auch in der vierten Verhandlungsrunde keine Einigung für die Beschäftigten der VHH erzielt werden konnte, rief Verdi auch dort die Busfahrer zum Warnstreik auf. Die Arbeitsniederlegung dauert ebenfalls ab Freitagmorgen bis Sonntagfrüh, 3.00 Uhr. Laut der Website des Unternehmens fänden jedoch einzelne Fahrten auf einigen Linien statt. Die Hamburger S-Bahn, die von der Deutschen Bahn betrieben wird, und die Fähren der Hochbahn-Tochter Hadag sind von dem Warnstreik nicht betroffen. Zudem werde der Stadtverkehr in Ahrensburg und Bargteheide (Kreis Stormarn) nicht bestreikt. Forderungen der Gewerkschaft Hintergrund der Arbeitskampfmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen bei Hochbahn und VHH. So fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten der Hochbahn 7,5 Prozent mehr Lohn im Monat als bislang. Der Vertrag solle 12 Monate laufen. Bei dem Busunternehmen VHH will die Gewerkschaft einen neuen Manteltarifvertrag, der etwa die Busfahrer entlasten soll, durchsetzen. Verdi will eine 35-Stunden-Woche für die Mitarbeiter erreichen.