Die gefürchtete Rentenkommission hat ihre gefürchtete Arbeit aufgenommen. Am Ende soll natürlich die dringende Empfehlung für die Rente mit 70 dabei herauskommen. Aber bis dahin müssen die Kommissionsmitglieder so tun, als würden sie ernsthaft über andere Alternativen nachdenken. Die grundsätzliche Überlegung ist: Die allgemeine Lebenserwartung steigt, also sollte auch das Renteneintrittsalter steigen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Wer raucht, trinkt sowie ausschließlich fett-, zucker- und salzreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, der verzichtet bewusst auf ein längeres Leben und kann schon mit 55 in Rente gehen, weil er mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit kurz danach stirbt. Wer sich jedoch durch gesunde Ernährung und übertriebene Bewegung ein längeres Leben erschleicht, darf erst später aus dem Berufsleben ausscheiden. Menschen, die sehr stark rauchen, trinken und Butter essen, können bereits in jungen Jahren ihren Verzicht auf jegliche Art von Ruhegeld erklären und müssen dann nichts in die Rentenkasse einzahlen.