Emma Aicher hat das fünfte Weltcuprennen ihrer Karriere gewonnen. Die Deutsche siegte in Soldeu (Andorra) im Super-G und fuhr die Konkurrenz dabei in Grund und Boden. Sie war mit ihrer Fahrzeit von 1:26,72 Minute nicht zu bezwingen. Sie gewann vor der Neuseeländerin Alice Robinson und der Schweizerin Corinne Suter. Beide waren gegen der Vortrag von Aicher chancenlos. Am Ende hatte die 22-Jährige auf die Zweitplatzierte 88 Hundertstelsekunden Vorsprung. Das entspricht mehr als 20 Metern Vorsprung. Von großer Euphorie war danach in einem noch während des Rennens geführten ARD-Interview zunächst wenig zu spüren. „Das war nicht voll durchgezogen von mir“, wunderte sich Aicher in ihrer typisch trockenen Art und stellte dann fest: „Ich habe mir während der Fahrt gedacht: ein bisschen konsequenter fahren! Aber vielleicht hat es ja ganz gut gepasst.“ Hat es wohl. Aicher konnte über ihren fünften Weltcup-Sieg und den dritten in diesem Winter jubeln. Sie hatte zuvor schon die Abfahrt im Dezember in St. Moritz und einen Super-G im Januar in Tarvisio gewonnen. Bei den Winterspielen (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/olympia/) in Cortina holte das deutsche Ski-Juwel dann Silber sowohl in der Abfahrt als auch in der Team-Kombination an der Seite von Kira Weidle-Winkelmann. Aicher kann zwei Gesamtwertungen gewinnen Durch den souveränen Erfolg hielt Aicher sogar die Chance auf den Gewinn der Disziplin-Gesamtwertung aufrecht: Sie hat als nun Drittplatzierte nur noch 96 Punkte Rückstand auf die führende Sofia Goggia; die Italienerin verpasste in Soldeu die Top fünf. An diesem Sonntag (10.15 Uhr/ARD und Eurosport) steigt in Andorra gleich der nächste Super-G der Frauen. Auch in der Abfahrt hat Aicher gute Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel als Disziplin-Beste der Saison: Sie hat dort als Zweitplatzierte 94 Zähler Rückstand auf Lindsey Vonn; die Amerikanerin kann nach ihrer schweren Verletzung von Olympia aber in dem Winter kein Rennen mehr bestreiten.