Nach der Räumung des Weihnachtsmarkts in Duderstadt sucht die Polizei weiter nach einem Verdächtigen. Mehrere Zeugen hatten angegeben, am Freitagabend einen Mann mit einer Langwaffe gesehen zu haben. Daraufhin wurde der Markt im Landkreis Göttingen geräumt. Der etwa 17 bis 20 Jahre alte Verdächtige konnte trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung bislang nicht gefunden werden, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Der Weihnachtsmarkt (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article691978c8c7cd0ff6c62032c5/weihnachtsmaerkte-2025-mehrheit-der-deutschen-sorgt-sich-um-sicherheit.html) in der südniedersächsischen Stadt war am Freitagabend gegen 20.30 Uhr von der Polizei nach einem Hinweis auf eine mögliche Gefahrensituation geräumt worden. Zu dieser Zeit hielten sich dort etwa 120 Menschen auf. Bis zum Samstagmorgen seien laut Polizei bereits „mehrere Zeugen“ zu dem Vorfall vernommen worden. Die Befragten haben laut Polizeiangaben überstimmend angegeben, etwa gegen 20.30 Uhr in der Duderstädter Innenstadt einen „mutmaßlich mit einer Langwaffe bewaffneten Mann beobachtet zu haben“. Der junge Mann soll zwischen 170 und 178 cm groß sein. Zudem habe der Verdächtige Beobachtern zufolge dunkle, vorn leicht verwuschelte Haare und sei dunkel gekleidet gewesen. Diese Zeugen-Schilderungen deckten sich auch mit der Erstmeldung eines Passanten, der die Polizei gegen 20.30 Uhr über den Notruf alarmierte. Diese Information habe sofort einen größeren Polizeieinsatz in der Innenstadt ausgelöst. Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, konnte der mutmaßlich Bewaffnete jedoch nicht ausfindig gemacht werden. „Ob es sich bei der möglichen Langwaffe (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6915e1467ff132e7560fa5f9/grenze-zu-daenemark-waffen-fuer-hamas-anschlaege-beamte-nehmen-weiteren-verdaechtigen-fest.html) um eine echte oder eine Anscheinswaffe handelte, konnten durch die Befragungen nicht aufgeklärt werden. Auch die Umstände, warum die männliche Person die Langwaffe bei sich getragen haben könnte, sind derzeit unbekannt“, so die zuständige Polizeiinspektion Göttingen in einer Pressemitteilung vom frühen Samstagmorgen. Die Polizei ruft Zeugen oder „sogar den möglichen Waffenträger selbst“ dazu auf, sich umgehend unter 05527/8461-0 bei der Polizei Duderstadt zu melden. Den Sachverhalt, ob es sich bei der beobachteten Waffe um eine echte Schusswaffe oder um eine sogenannte „Anscheinswaffe“ handele, könne der Betroffene auch selbst aufklären. Bislang keine konkrete Gefahr festgestellt „Neben umfangreichen Ermittlungen in Bezug auf die unbekannte männliche Person und zur weiteren Aufklärung der Umstände, wird die polizeiliche Präsenz in Duderstadt in den nächsten Tagen vorsorglich erhöht“, erklärte der Leiter der Göttinger Polizeiinspektion Marco Hansmann noch in der Nacht. „Aus polizeilicher Sicht und nach Rücksprache mit den örtlichen Verantwortlichen können die für die nächsten Tage geplanten öffentlichen Veranstaltungen in der Duderstädter Innenstadt (Markt, Weihnachtstreff) durchgeführt werden“, so Hansmann weiter. Mögliche Gerüchte über Bombendrohungen oder andere Gefahrenmomente werden, so die Mitteilung weiter, „polizeilicherseits ausdrücklich nicht bestätigt“. Die Polizei bittet zudem um „einen sorgsamen Umgang in diesem Sachverhalt. Mögliche Spekulationen oder Fehlinformationen gefährden die Gesamtermittlungen und würden das Sicherheitsgefühl weiter einschränken.“ Das teilte die Polizei per Pressemitteilung mit.