Kurz nach dem Gewinn des DFB-Pokals am vergangenen Samstag hat der FC Bayern (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/fussball/bayern-muenchen/startseite-fc-bayern-muenchen-31074450.bild.html) vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zwei Strafen in Höhe von 40.000 und 25.000 Euro aufgebrummt bekommen. Grund dafür ist nicht die Pyro-Show der Münchner Ultras während des Pokal-Endspiels im Berliner Olympiastadion, sondern die nachträgliche Sanktionierung anderer kurioser Vergehen. Es geht um zwei Verspätungen in der gerade beendeten Bundesliga-Saison 2025/26 (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) . In den Urteilen, die das Sportgericht des Verbandes am vergangenen Dienstag öffentlich gemacht hat, ist konkret von zwei Fällen von „verspätetem Antreten zu einem Spiel der Lizenzligen“ die Rede. Am 21. Februar kam die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany vor dem Meisterschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt (3:2) zu spät zur Ausrüstungskontrolle, sodass diese erst 200 Sekunden später als geplant erfolgen konnte. Infolgedessen konnte die Partie erst mit 150 Sekunden Verspätung angepfiffen werden. Dafür wurden die Bayern zu einer Zahlung von 40.000 Euro verurteilt. Auch am 21. März kamen Michael Olise und seine Kollegen beim Liga-Heimspiel gegen Union Berlin (4:0) zu spät zur Ausrüstungskontrolle und verzögerten den Spielbeginn so um 75 Sekunden. Für diesen Vorfall beläuft sich die Strafe auf 25.000 Euro. Wie aus den Urteilen des DFB hervorgeht, leistete sich der deutsche Fußball-Rekordmeister zuvor schon drei weitere Verspätungen. Nach den ersten beiden gab es nur Ermahnungen, bei der dritten wurde bereits eine Zahlung von 15.000 Euro fällig. Insgesamt verschuldeten die Bayern (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) in der Bundesliga-Spielzeit 2025/26 also fünf Anstoß-Verspätungen und kommen so zusammengerechnet auf Strafen in Höhe von 80.000 Euro. Zur Erklärung: Da dem DFB die Einhaltung der angesetzten Anstoßzeiten sehr wichtig ist, gibt es einen 2023 festgelegten Strafenkatalog für Verspätungen. Darin ist das genaue Ausmaß möglicher Sanktionen niedergeschrieben. Diese steigen mit der Dauer der Verspätung sowie der Anzahl voriger Verzögerungen. Heißt: je heftiger die Verspätung, desto höher die Strafe. Und mit jeder neuen Verspätung wird es auch immer teurer. So berechnen sich die Strafen für den FC Bayern Bei Verzögerungen zwischen 30 und 120 Sekunden gibt es bei den ersten beiden Vergehen nur eine Ermahnung. Ab dem dritten Verstoß dieser Dauer innerhalb einer Saison werden dann 15.000 Euro fällig. Von Verstoß zu Verstoß wird die Strafe um 5.000 Euro teurer. Bei der vierten Verspätung zwischen 30 und 120 Sekunden sind es also bereits 20.000 Euro. Noch kostspieliger wird es, wenn die Vereine eine Anpfiff-Verzögerung um über 120 Sekunden verschulden. In dieser Kategorie sind bereits beim ersten Vergehen 10.000 Euro zu zahlen. Bei jeder weiteren Wiederholung steigt die Summe um 10.000 Euro. Heißt: Beim fünften Vergehen müssen die Klubs 50.000 Euro zahlen. Um Verzögerungen zu verhindern, haben die Vereine sogenannte „Run-Down-Zettel“ für jedes Bundesliga-Spiel, auf denen der Ort, der Start und das Ende der Ausrüstungskontrolle sowie das Einlaufen sekundengenau festgeschrieben sind. An diese Zeiten müssen sich die Spieler minutiös halten, sonst wird es für ihre Klubs teuer – wie jetzt für den FC Bayern (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/) .