Welt 22.12.2025
18:15 Uhr

Verunsicherung wegen möglicher Anschläge – Weniger Besucher auf Weihnachtsmärkten


Der Schaustellerbund stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Weihnachtsmarktbesucher fest. Vor allem zu Saisonbeginn waren Menschen verunsichert – ausgelöst durch die Berichte über den Prozess gegen den Attentäter von Magdeburg.

Verunsicherung wegen möglicher Anschläge – Weniger Besucher auf Weihnachtsmärkten

In diesem Jahr haben weniger Menschen die Weihnachtsmärkte in Deutschland besucht als im Jahr davor. „Es war keine goldene Weihnachtsmarkt-Saison – aber ich denke, wir werden zwischen Bronze und Silber auskommen“, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, der „Rheinischen Post“. „Im Vorjahr standen wir etwas besser da und lagen am Ende zwischen Silber und Gold.“ Zu Saisonbeginn habe es eine Zurückhaltung gegeben, so Ritter. Vor allem viele Familien seien den Weihnachtsmärkten zunächst ferngeblieben. Ein Grund sei der Prozess gegen Taleb A. (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6943ca27d0f840f330f3b2ee/todesfahrer-von-magdeburg-laut-aerzten-nicht-verhandlungsfaehig.html) und die darauffolgende Berichterstattung über die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten, die einige Menschen verunsichert habe. Taleb A. hat vergangenen Jahr den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt verübt. Eine Massenabsage von Weihnachtsmärkten habe aber nicht stattgefunden, sagte der Präsident. Als Problem bezeichnete Ritter die Belastung durch steigende Kosten für Schutzkonzepte. Er lehnte es ab, dass die Ausgaben für Sicherheit einzelnen Veranstaltern und damit den Weihnachtsmarktbesuchern aufgebürdet werden. „Terror ist eine Gefahr, die von außen kommt, und somit eine staatliche Aufgabe“, betonte der Schaustellerbund-Präsident.