Nach dem Fund eines toten 16-Jährigen in Ottobeuren (Landkreis Unterallgäu) ermittelt die Polizei gegen zwei Männer, die die Leiche vermeintlich in einem Innenhof entdeckt hatten. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der Jugendliche nicht am Samstagnachmittag am Fundort starb, sondern einige Stunden zuvor in einer nahe gelegenen Wohnung. Um dies zu verschleiern, sollen die beiden Männer die Leiche in der Nähe des Jugendhauses abgelegt und anschließend den Notruf gewählt haben, teilte die Polizei mit. Der Rettungsdienst konnte den Angaben zufolge jedoch nur noch den Tod des 16-Jährigen feststellen, wenngleich die Todesursache zunächst unklar blieb. Für die Kripo ergaben sich auch keine Anhaltspunkte für einen Unfall oder ein Gewaltverbrechen, das zum Tod des Jugendlichen geführt hätte. Allerdings gebe mehrere Ungereimtheiten. Inzwischen laufen Ermittlungen gegen einen 25-Jährigen, der dem Jugendlichen Drogen verschafft haben soll. Seine Wohnung wurde bereits durchsucht. Gegen einen 41-Jährigen laufen Ermittlungen wegen versuchter Strafvereitelung. Pater Christoph Maria Kuen, Leiter der Benediktinerabtei, sagte auf „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/news/inland/ottobeuren-dealer-sollen-toten-teenager-16-verschleppt-haben-693d0e28f679420e000b3344) “-Anfrage: „Wir haben die Todesnachricht mit Bestürzung aufgenommen, das tut mir schrecklich leid.“ Die Familie des Jungen stehe unter großer Belastung. Zudem sei Drogenkonsum auch in ländlichen Regionen keine Ausnahme mehr.