Welt 01.12.2025
19:22 Uhr

Unbekannte stehlen 20.000 Schuss Bundeswehr-Munition aus Laster


Auf einem Parkplatz in Sachsen-Anhalt haben Unbekannte rund 20.000 Schuss Bundeswehr-Munition aus einem Laster erbeutet. Der Diebstahl fiel offenbar erst am nächsten Tag auf. Das Verteidigungsministerium nimmt den Vorfall „sehr ernst“.

Unbekannte stehlen 20.000 Schuss Bundeswehr-Munition aus Laster

Unbekannte haben rund 20.000 Schuss Munition der Bundeswehr (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/bundeswehr/) aus einem zivilen Laster erbeutet. Über den Vorfall berichtet der „Spiegel“ (verlinkt auf https://www.spiegel.de/panorama/justiz/burg-bei-magdeburg-fast-20-000-schuss-munition-aus-transporter-fuer-die-bundeswehr-gestohlen-a-c7e21434-111d-497a-ad77-e8325f5b42a9) . Das Verteidigungsministerium in Berlin bestätigte dem Magazin, dass in der Nacht vom vergangenen Montag auf den Dienstag die Ladefläche des Lasters einer zivilen Spedition auf einem Parkplatz bei Burg in Sachsen-Anhalt geöffnet und Bundeswehr-Munition entwendet wurde. Der Diebstahl fiel erst auf, als der Fahrer der Spedition am nächsten Tag zur Anlieferung der Munition in einer nahegelegenen Kaserne ankam. Nach einer ersten Überprüfung wurden rund 10.000 Schuss Gefechtsmunition für Pistolen, 9900 Schuss Manövermunition für Sturmgewehre und sogenannte Nebel-Munition gestohlen. Bei der Manövermunition handelt es sich, anders als bei den Projektilen für Pistolen, nicht um scharfe Geschosse. Das Ministerium sprach von einem relevanten Sicherheitsvorfall. „Wir nehmen den Diebstahl sehr ernst, da solche Munition nicht in falsche Hände fallen darf“, sagte eine Sprecherin dem „Spiegel“. Demnach habe die zivile Spedition die Sicherheitsauflagen für den sensiblen Munitionstransport missachtet. So sei vorgesehen, dass die Spedition für die Sicherheit der Bundeswehr-Fracht jederzeit Sorge trägt. Bei der Fahrt vergangene Woche sei diese Regel nicht eingehalten worden. Ersten Ermittlungen zufolge war der Stopp in der Nacht zum Dienstag nicht vorgesehen. Der Fahrer hatte sich offenbar spontan entschieden, sich in einem nahegelegenen Hotel in Burg schlafen zu legen. Die Fracht auf seinem Laster war währenddessen unbewacht.