Welt 14.01.2026
12:15 Uhr

Um Linke zu gewinnen – Regime im Iran will antisemitischer werden


Bislang war es im linken Lager verdächtig still in Bezug auf die Proteste im Iran. Das könnte sich nun durch eine Sympathie-Offensive der Mullahs ändern.

Um Linke zu gewinnen – Regime im Iran will antisemitischer werden

Gibt es jetzt endlich wieder so etwas wie Hoffnung im von Protesten geschüttelten Iran? (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article69669e730bbaff31d07df645/iran-menschenrechtsorganisation-meldet-mehr-als-2500-tote-seit-beginn-der-proteste.html) „Wir gehen fest davon aus, dass die sonst so meinungsfreudigen Linken im Westen nicht mehr länger ihre Augen vor unserer Pein verschließen werden“, erklärte Ayatollah Ali Chamenei jetzt bei einer Pressekonferenz, während er sein Büro großflächig mit antisemitischen Schmierereien versah. Von der Maßnahme erhofft sich die Führung in Teheran das Ende des linken Schweigens, Solidaritätskundgebungen in Neukölln sowie ganz viele berührende offene Briefe deutscher Kulturschaffender, die das Ende der Gewalt der Demonstrierenden gegen das unschuldige Regime fordern. Mullahs zeigen Reue über Fehlverhalten „Wir haben in der Vergangenheit einige schreckliche Fehler begangen“, räumte Chamenei reumütig ein, „offenbar hat es sich nicht genügend herumgesprochen, dass auch wir echt voll antisemitisch sind!“ Von seiner Charmeoffensive verspricht sich das derzeit sehr unter der Vollstreckung von Todesurteilen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article69671059587b0b1176afb100/ueber-2500-tote-verlassen-sie-den-iran-jetzt-warnt-us-botschaft-hinrichtung-von-26-jaehrigem-geplant.html) leidende Regime einen sogenannten „Hamas-Effekt“. Man freue sich schon sehr über die fantasievollen Straßenumzüge der „Queers for Ayatollah“, war aus den Reihen der Mullahs mit Entzücken zu vernehmen. Irans Führung plant wichtiges Signal Während sich Teile der Führung in der Islamischen Republik menschlich enttäuscht davon zeigten, dass ihr langjähriges antisemitisches Engagement (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/politik_ausland_nt/article68ad33fe5d3e123a945ab1b1/Australien-weist-iranischen-Botschafter-nach-Angriffen-aus.html) im Westen offensichtlich nicht ausreichend gewürdigt wurde, setzte Chamenei unterdessen ein weiteres starkes Signal. Um in den Niederlanden, Spanien, Irland, Island und Slowenien Sympathiepunkte zu sammeln, kündigte das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik an, dass der Iran den kommenden Eurovision Song Contest in Wien boykottieren werde (verlinkt auf https://www.welt.de/kultur/article69410a115d051a3e3193a8b8/esc-2026-in-wien-niedrigste-teilnehmerzahl-seit-20-jahren-protest-gegen-israel.html) . Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!