Welt 26.02.2026
14:03 Uhr

Übler Geruch aus Wohnung – Ex-Freund erschlägt 34-Jährige und versteckt Leiche in Schrank


Mehr als ein Jahr nach dem makabren Fund in einer Wohnung in Altona-Nord muss sich ein 37-Jähriger vor dem Schwurgericht verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll er seine frühere Lebensgefährtin bei einem Streit mit einer Weinflasche erschlagen und den Leichnam anschließend in einem Wandschrank verborgen haben.

Übler Geruch aus Wohnung – Ex-Freund erschlägt 34-Jährige und versteckt Leiche in Schrank

Vor dem Schwurgericht des Landgerichtes Hamburg hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 37-jährigen Mann begonnen, dem die Staatsanwaltschaft Totschlag vorwirft. Der Angeklagte soll im November 2024 seine frühere Lebensgefährtin in deren Wohnung getötet und den Leichnam anschließend in einem Wandschrank versteckt haben. Nach den Angaben der Anklage ereignete sich die Tat am 14. November 2024 im Hamburger Stadtteil Altona-Nord. Dort soll der Deutsche mit seiner Ex-Partnerin in Streit geraten sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe er der 34-Jährigen mutmaßlich mit einer Weinflasche kraftvoll auf den Kopf geschlagen. Die Flasche zerbrach, die Frau ging zu Boden. Doch damit nicht genug: Der Angeklagte soll ihr mindestens einen weiteren Schlag versetzt haben. Die Folgen waren verheerend. Laut Staatsanwaltschaft erlitt das Opfer schwerste Kopfverletzungen. Genannt werden mehrere Schädelknochenbrüche sowie Mehrfachfrakturen der Augenhöhle, des Jochbeins und des Kiefers. Infolge des Schädelhirntraumas verlor die Frau das Bewusstsein und starb innerhalb kurzer Zeit. Als Todesursache wurde eine Aspiration von Mageninhalt festgestellt – die Frau erstickte demnach nach Eintritt der Bewusstlosigkeit. Festnahme erst Monate später Besonders makaber erscheint der Umgang mit dem Leichnam. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte die Tote nach der Tat in einem Wandschrank der Wohnung versteckte. Erst rund zwei Wochen später wurden Nachbarn auf den Fall aufmerksam. Aus der Erdgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses habe ein übler Geruch gedrungen, berichtete die Polizei damals. Die alarmierten Beamten fanden schließlich die Leiche der Frau. Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte erst Monate später. Knapp zehn Monate nach der Tat, am 10. September 2025, nahmen Ermittler den ehemaligen Lebensgefährten fest. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt wurde die Öffentlichkeit nach der Verlesung der Anklage vorübergehend ausgeschlossen. Hintergrund sei eine angekündigte Einlassung des Angeklagten, erklärte die Vorsitzende Richterin. Dabei könnten „höchstpersönliche Umstände“ zur Sprache kommen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Ob und in welchem Umfang sich der 37-Jährige zu den Vorwürfen äußert, blieb zunächst offen.