Welt 12.07.2026
23:28 Uhr

USA greifen erneut Ziele im Iran an – UN fordert Rückkehr an den Verhandlungstisch


Medienberichten zufolge hat das US-Militär erneut Raketenstellungen, Luftabwehranlagen und Boote der Revolutionsgarden im Iran angegriffen. Ziel sei der Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Die UN zeigt sich alarmiert.

USA greifen erneut Ziele im Iran an – UN fordert Rückkehr an den Verhandlungstisch

Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Luftabwehrsysteme und Radarstationen ins Visier genommen worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Das Ziel sei gewesen, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Gegen 5 Uhr morgens erklärten die USA die Angriffe für beendet. Die US-Armee hatte bereits in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert hatten. Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in mehreren Golfstaaten. Iranische Medien berichten von einem Toten Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurde bei den erneuten Angriffen ein Mensch im Südwesten des Landes getötet. Vier weitere seien verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Chusestan. Die US-Angriffe richteten sich den Angaben zufolge gegen die Stadt Mahschahr. Der Iran hat die jüngsten Angriffe der USA verurteilt. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6a54064436e98236c4bc6a5e/berichte-usa-greifen-erneut-ziele-im-iran-an-un-fordert-rueckkehr-an-den-verhandlungstisch.html) zunichte gemacht, erklärte das iranische Außenministerium in der Nacht zum Montag. Die USA hätten zudem „eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6a52ce7736e98236c4bc594d/iran-beschiesst-zahlreiche-nachbarstaaten-strasse-von-hormus-gesperrt.html) verursacht“. Innenministerium: Sirenenalarm in Bahrain Inmitten der erneuten Eskalation ist auch in Bahrain am Montagmorgen nach Angaben des Innenministeriums Sirenenalarm ertönt. Die Menschen würden aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben, erklärte das Innenministerium weiter im Onlinedienst X. UN-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die „erhebliche Eskalation“. Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. „Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.“