Das Pentagon warnt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge vor den Risiken eines Militärschlags gegen den Iran. Demnach weisen Militärplaner darauf hin, dass die derzeit diskutierten Pläne hohe Risiken bergen: mögliche Tote unter US-Soldaten und Verbündeten, überlastete Streitkräfte, die Möglichkeit, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden, sowie erschöpfte Luftabwehrbestände, berichtet die US-Zeitung „ Wall Street Journal (verlinkt auf https://www.wsj.com/politics/national-security/pentagon-flags-risks-of-a-major-operation-against-iran-1c7e9939) “. Die Warnungen kommen laut „Wall Street Journal“ vor allem von US-Generalstabschef Dan Caine, einem der wichtigsten militärischen Berater Trumps. Die diskutierten Optionen reichen demnach von begrenzten Anfangsschlägen bis zu einer mehrtägigen Luftoffensive, die auf einen Sturz des Regimes in Teheran abzielt. Gerade ein längerer Einsatz könnte jedoch die US-Munitionslager so stark belasten, dass auch die Vorbereitungen für einen möglichen Konflikt mit China beeinträchtigt würden. Einige Verantwortliche warnten, die USA hätten nur ausreichend Abfangraketen, um massive iranische Raketenangriffe etwa auf US-Stützpunkte oder Israel rund zwei Wochen lang abzuwehren. Die Bestände der Systeme Patriot, Thaad und SM-3 würden damit weiter strapaziert. Trump hat sich nach Angaben von Regierungsvertretern aber noch nicht entschieden, ob und in welchem Umfang er den Iran angreifen lässt, so das „Wall Street Journal“. Caine gilt laut „ Axios (verlinkt auf https://www.axios.com/2026/02/23/iran-strike-trump-gen-dan-caine-vance-rubio) “ als besonders einflussreich, weil Trump ihm „hohes Vertrauen“ entgegenbringe. Hinter den Kulissen sei der General deutlich vorsichtiger als bei früheren Operationen – bei der Operation in Venezuela zur Entmachtung von Staatschef Nicolás Maduro sei er „all in“ gewesen. Niemand im Umfeld des Präsidenten dränge derzeit auf eine Bodeninvasion oder „boots on the ground“, berichtet das Portal. Trump reagierte auf die Medienberichte mit Kritik, ohne dabei ein einzelnes Medium zu nennen: In den „Fake News Medien“ würden zahlreiche Berichte kursieren, dass Caine dagegen sei, dass „wir gegen den Iran in den Krieg ziehen“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Geschichte sei zu „100 Prozent falsch“. Er betonte in seinem Post, dass Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg wolle. Falls allerdings eine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es leicht sein werde, zu gewinnen. Der US-Präsident hob auch hervor, dass er derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekräftige dabei seine bekannte Position, dass er einen Deal mit dem Iran bevorzuge, „aber, wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag für dieses Land“ sein. Seit Wochen droht Trump dem Iran mit einem militärischen Angriff, wenn Teheran keine Zugeständnisse bei einem neuen Atomabkommen mache. Zugleich verstärkte die US-Armee ihre Präsenz in der Golfregion.