US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte sie eine seltene Form von Knochenkrebs, an der ihr Mann erkrankt ist, wie aus einem Brief an Präsident Donald Trump hervorgeht. „Ich muss mich aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll und ganz zu unterstützen.“ In dem auf X veröffentlichten Rücktrittsschreiben bedankte sich Gabbard bei Trump für das Vertrauen in den vergangenen anderthalb Jahren. Sie wolle ihr Amt zum 30. Juni abtreten. Gabbard ist die vierte Frau, die binnen Monaten aus dem Kabinett von Präsident Donald Trump ausscheidet. In ihrem Rücktrittsschreiben dankte Gabbard dem Präsidenten für sein Vertrauen. Trump bescheinigte ihr im Gegenzug in seinem Onlinedienst Truth Social (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/116619437706453945) eine „unglaubliche Arbeit“. An der Spitze der US-Nachrichtendienste fungiert Gabbard als Hauptberaterin des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten. Gabbard sorgt seit Jahren für Kontroversen mit ihren Positionen, die bei Rechten wie Linken auf Anklang stoßen. Die Vereinigten Staaten sollten aufhören, „der Weltpolizist zu sein, keine Regierungen mehr stürzen, den neuen Kalten Krieg und das nukleare Wettrüsten beenden und unsere Ressourcen für dringende Bedürfnisse im eigenen Land einsetzen“, schrieb sie etwa 2019 im „Wall Street Journal“. Damals saß sie für den Bundesstaat Hawaii im Repräsentantenhaus und wollte Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden, zog ihre Bewerbung jedoch bald zurück. Sie kritisierte sowohl den Republikaner George W. Bush als auch die Demokratin Hillary Clinton. Beide glaubten, dass „der einzige Weg, mit anderen Nationen umzugehen, darin besteht, sie zu bombardieren oder mit drakonischen Sanktionen auszuhungern“. Zuletzt gingen die Meinungen Gabbards und Trumps rund um den Iran-Krieg öffentlich auseinander. So hatte der Präsident betont, dass sie eine gemäßigtere Haltung zum Thema Urananreicherung vertrete als er. Er hatte jedoch auch betont, dass dies nicht bedeutet, dass man nicht für ein Amt geeignet wäre. Im März hatte Trump zunächst Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen, im April folgte Justizministerin Pam Bondi. Wenige Wochen später erklärte dann auch Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer ihren Rücktritt.