Welt 04.12.2025
11:05 Uhr

US-Demokraten veröffentlichen Aufnahmen von Epsteins Privatinsel


Die Veröffentlichung solle die Transparenz zu den Ermittlungen sicherstellen: US-Demokraten haben erstmals Bilder von Jeffrey Epsteins Privatinsel publik gemacht. 14 Aufnahmen zeigen Räume der Villa Epsteins auf den US-Jungferninseln.

US-Demokraten veröffentlichen Aufnahmen von Epsteins Privatinsel

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben Videos und Bilder von der Privatinsel des verurteilten Sexualverbrechers Jeffrey Epstein (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/jeffrey-epstein/) veröffentlicht. Die 14 Aufnahmen zeigen ein Schlafzimmer und andere Räume sowie leere Außenanlagen der Villa Epsteins auf den US-Jungferninseln. Die Veröffentlichung solle die öffentliche Transparenz zu den Ermittlungen sicherstellen, sagte der Obmann der Demokraten im einflussreichen Kongressausschuss für Aufsicht und Rechenschaft, Robert Garcia. Die Öffentlichkeit solle sich ein vollständiges Bild der Verbrechen Epsteins machen können. Der Kongress hatte die Regierung von Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/donald-trump/) vor zwei Wochen verpflichtet, ihre Akten zum Fall Epstein zu veröffentlichen. Das Justizministerium hat dafür bis Mitte Dezember Zeit. Der in der Oberschicht bestens vernetzte Millionär Epstein war im August 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York gefunden worden – mehrere Wochen nachdem er unter dem Vorwurf des systematischen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verhaftet worden war. Vor allem rechte Influencer und Verschwörungstheoretiker bezweifeln die Behördenangaben über einen Suizid Epsteins und vermuten, er sei getötet worden, um angebliche Machenschaften liberaler Eliten zu verschleiern. Trump, der ebenfalls zu Epsteins Bekannten gehörte, hatte im Wahlkampf die Freigabe der Akten in Aussicht gestellt, sträubte sich nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus dann aber. Das brachte ihm auch Kritik aus der eigenen Partei ein. Schließlich vollzog der Präsident eine weitere Kehrtwende und empfahl seinen Parteikollegen, für das Gesetz zur Freigabe der Akten zu stimmen. Es erlaubt Schwärzungen zum Schutz von Epsteins Opfern und bei laufenden Bundesermittlungen, untersagt dem Ministerium jedoch, Informationen wegen „Peinlichkeit, Rufschädigung oder politischer Sensibilität“ zurückzuhalten. Trump hätte als Präsident viele Akten längst freiwillig veröffentlichen können.