Welt 25.11.2025
11:45 Uhr

Traditionsbruch? Gladbach plant offenbar Verkauf des Stadionnamens


Vom Bökelberg in den Borussia-Park: Seit 21 Jahren spielt Mönchengladbach in der Arena. Nun soll es eine Namenspartnerschaft geben. Was dem Anhang nicht gefällt. Von den 18 Bundesliga-Klubs haben neben der Borussia aktuell nur vier andere Vereine ihren Stadion-Namen nicht vermarktet.

Traditionsbruch? Gladbach plant offenbar Verkauf des Stadionnamens

Etwas mehr als 21 Jahre ist es her, da wurde in Mönchengladbach der Borussia-Park eröffnet – am 30. Juli 2004 war das. Der Klub zog damals vom legendären „Bökelberg“, auf dem die Borussia (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/borussia-moenchengladbach/) in den 1970er-Jahren gleich fünf Deutsche Meisterschaften feiern konnte, in das neue Stadion am Nordpark. Der ehemalige Gladbach-Präsident Rolf Königs – der inzwischen 84-Jährige war von 2004 bis 2024 im Amt – hatte bewusst darauf verzichtet, den Stadionnamen zu vermarkten. „Der Borussia-Park ist eine Marke, und diesen Markennamen werden wir niemals weggeben“, sagte er. Nun wird sich das offenbar ändern. Am frühen Nachmittag gibt der Bundesligist eine Pressekonferenz, auf der über eine Namenspartnerschaft für das Stadion im Borussia-Park informiert werden soll. Proteste durch die aktive Fanszene Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass dann der Energiedienstleister Ista von der Saison 2026/27 an als Namenspartner einsteigen wird. Seit Sommer 2025 arbeitet Borussia bereits mit Ista als „Nachhaltigkeitspartner“ zusammen. Ista soll nach Informationen der „Bild“ rund 4,5 Millionen Euro im Jahr für die Namenspartnerschaft zahlen. Offen ist jedoch noch, wie der neue Name der Spielstätte lautet. Der Klub, so heißt es, soll viel Wert darauf gelegt haben, dass neben dem Sponsor auch weiter die Bezeichnung Borussia-Park im Namen erhalten bleiben soll. Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, (verlinkt auf https://open.spotify.com/show/7CX3rSNRL11YEnW7IzkWIS?si=82f337b82c6b4e32&nd=1&dlsi=56417d9ce6fc406c) Apple Podcasts (verlinkt auf https://podcasts.apple.com/de/podcast/weltmeister/id1852960967) oder direkt per RSS-Feed. (verlinkt auf https://weltmeister.podigee.io/feed/mp3) Von den 18 aktuellen Bundesliga-Klubs haben neben Mönchengladbach bisher nur vier andere Vereine ihren Stadion-Namen nicht vermarktet: Werder Bremen (Weserstadion), der HSV (Volksparkstadion), Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei) und der FC St. Pauli (Millerntor-Stadion). Der aktiven Fanszene des Bundesligisten gefällt die Borussia-Entscheidung überhaupt nicht. Bereits als die ersten Gerüchte über die Vermarktung in Gladbach aufkamen, hatten die Anhänger beim Spiel gegen den FC Bayern, das daheim 0:3 verloren ging, am 25. Oktober ein Flugblatt im Stadion verteilt. Auf dem stand unter anderem: „Dass eine solche Entscheidung nun aber anscheinend gefallen ist, ohne darüber in den Austausch mit der Basis zu gehen, ist für uns ein größeres Alarmsignal als Tabellenplatz 18.“ Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter ( WELT, (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/) „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/startseite/sport/sport-home-15479124.bild.html) , „Sport Bild“ (verlinkt auf https://sportbild.bild.de/) ) erstellt und zuerst in der „Bild“ veröffentlicht.