Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten soll der Fahrer des Autos an diesem Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die genaue Zahl der Verletzten steht noch nicht fest. „Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben“, sagte der Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz, am Morgen. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Der Mann hatte mit einem weißen Auto (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69f8bc55123c5d78227c0ec9/leipzig-fuerchterliche-amokfahrt-autofahrer-rast-in-menschenmenge-zwei-tote.html) offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können. Poller gibt es an dieser Stelle keine. Er raste dann durch die Einkaufsstraße und fuhr mehrere Menschen an. Am westlichen Ende der Straße wurde sein Auto durch Poller gestoppt. Die Stadt Leipzig will die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt begann. Das gesamte Sicherheitskonzept solle auf den Prüfstand gestellt werden, sagte Stadt-Sprecher Matthias Hasberg. Das Areal ist weiterhin abgesperrt. An der Grimmaischen Straße haben Passanten Kerzen und Blumen in Anteilnahme an die Todesopfer und Verletzten der Tat niedergelegt. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Der Mann – laut WELT-Information handelt es sich um einen 33-Jährigen namens Jeffrey K. – war vor der Tat bereits polizeibekannt. Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Nach Informationen von MDR (verlinkt auf https://www.ardmediathek.de/video/mdr-aktuell-live/amokfahrt-polizei-sucht-zeugen/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MS8yMDI2MDUwNDE5NTUvbWRyLWFrdHVlbGwtbGl2ZS1sZWlwemlnLWF1dG8tMTA0) und „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/leipzig/2-tote-in-leipzig-amokfahrer-war-bis-sonntag-in-der-psychiatrie-69f982b796fe1372395e9aa8) “ soll K. erst kürzlich, wohl am Sonntag, aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen worden sein. Er soll wegen aggressiven Verhaltens gegenüber anderen Patienten der Psychiatrie verwiesen worden sein, berichtet „Bild“. Die Informationen im Überblick Das ist über den Täter bekannt: • Der 33-jährige Fahrer des Wagens ist deutscher Staatsbürger, wohnhaft in Leipzig. • Er ließ sich widerstandslos in seinem Fahrzeug festnehmen und befindet sich in polizeilichem Gewahrsam. • Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Tatverdächtigen um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. • Der Festgenommene soll zudem polizeibekannt sein. • Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. • Nach Informationen soll der Mann offenbar erst am Sonntag aus einer Psychiatrie entlassen worden sein. • Das Motiv für die Tat ist noch unklar. „Nach bisherigen Erkenntnissen wird nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters ausgegangen“, teilte die Polizei am Montagabend mit. Nach Informationen von WELT gehen Ermittler eher von einer „Beziehungstat“ aus. • Die Staatsanwaltschaft Leipzig sowie die Polizeidirektion Leipzig ermitteln gegen den 33-Jährigen unter anderem wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs. • Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. • Es kursiert ein Video, das den Moment der Festnahme zeigen soll. Eine offizielle Bestätigung für die Echtheit des Videos oder die Identität des Mannes gibt es bislang nicht. • Nach Informationen von MDR und „Bild“ soll K. erst kürzlich aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen worden sein. Das ist über die Opfer bekannt: • Bei der Tat wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet. Die beiden Todesopfer sind laut Polizei Deutsche. • Drei Menschen wurden schwer verletzt. Nähere Informationen zu ihnen gibt es nicht. • Die Behörden sprechen von vielen weiteren Verletzten, eine genaue Zahl wurde bislang nicht genannt. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Wie viele von ihnen körperlich verletzt wurden, ist nicht bekannt.