Welt 29.12.2025
12:55 Uhr

Statt Böllerverbot – Baller-Idioten müssen sofort zum Bund


Die schwarz-rote Koalition findet einen Knallerkompromiss: Wer sich in der Silvesternacht als kriegstüchtig erweist, wird umgehend zum Wehrdienst eingezogen.

Statt Böllerverbot – Baller-Idioten müssen sofort zum Bund

Zwei der drängendsten Probleme Deutschlands sind auf einen Schlag pulverisiert! Die schwarz-rote Koalition in Berlin hat sich darauf geeinigt, wie sich die immer lauter werdenden Rufe nach einem Böllerverbot (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article694f1817f6fc544dba9b45b9/klaus-reinhardt-boellerverbot-als-einsicht-einer-reifen-gesellschaft-aerztechef-appelliert-an-innenminister.html) zu Silvester mit der Suche nach geeigneten Rekruten für die chronisch unterbesetzte Bundeswehr am besten kombinieren lassen. Die Lösung ist denkbar einfach: „Wer in der Silvesternacht marodierend durch die deutschen Innenstädte zieht und dabei Passanten, Tiere und Einsatzkräfte gezielt mit Polenböllern, Kugelbomben und Kernwaffen bewirft, stellt seine Kriegstüchtigkeit eindrucksvoll unter Beweis“, lobt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius die mehrheitlich jungen Männer für ihre spontane Bewerbung zum Wehrdienst. Russland in Panik Deshalb habe man sich dazu entschieden, den Böllerfanatikern ihren Lebenstraum zu erfüllen – Ballern, bis kein Arzt mehr kommt. „Jeder, der in der Silvesternacht einen Rettungswagen mit Sprengsätzen bewirft, braucht keinen Wehrdienst-Fragebogen mehr auszufüllen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article694a8a5136dab63128b5b61a/bundeswehr-verweigerern-von-wehrdienst-fragebogen-drohen-bis-zu-1000-euro-strafe-auch-polizeieinsatz-moeglich.html) “, heißt es aus dem Verteidigungsministerium, „der wird direkt von der Straße in die nächste Kaserne gebracht, falls er noch über eine ausreichende Anzahl an Gliedmaßen verfügt.“ Russland reagiert nervös und erklärt, der Einsatz von „Vollidioten aus Neukölln“ verstoße gegen die Genfer Konventionen. „Denen ist doch nichts heilig!“, so der Kreml, der bei den Vereinten Nationen auf Böllerverbotszonen im Donbass und im gesamten russischen Staatsgebiet drängt. Nato-Strategen hingegen zeigen sich begeistert: Endlich eine Truppe, die auch unter Beschuss weiterfilmt und ihre gesamte Munition selbst mitbringt. Pazifisten können beruhigt sein Über Klagen von Pazifisten, die wegen der Zwangsrekrutierung der jungen Sprengstoffexperten vors Bundesverfassungsgericht ziehen wollen, macht sich die Bundesregierung unterdessen keine allzu großen Sorgen: „Die meisten Böllerchaoten haben doch eh keinen deutschen Pass und dürfen sowieso machen, was sie wollen.“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!