Wegen möglicher Falschaussagen in der Sat.1-Reportagereihe „Ronzheimer – Wie geht’s, Deutschland?“ prüfen der private TV-Sender (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/sat1/) und die Produktionsfirma i&u Studios rechtliche Schritte gegen einen Influencer. „Yannis B. hat vor, während und nach den Dreharbeiten zu der Reportage zum i&u-Studios-Redaktionsteam nicht die Wahrheit gesagt“, erklärte Sat.1-Sendersprecher Christoph Körfer in einer Stellungnahme auf der Seite „Behind the Scenes“ des Streamingdienstes Joyn. Details nannte der Sender nicht. Betroffen ist die Folge zum Thema Bürgergeld (verlinkt auf https://www.joyn.de/play/serien/ronzheimer-wie-gehts-deutschland/2-1-wie-gehts-deutschland-buergergeld) , die am 24. Februar ausgestrahlt wurde. Laut Sat.1 wurde die Geschichte aus der Reportage von Paul Ronzheimer, der auch für WELT aus Kriegsgebieten berichtet, entfernt. Yannis B., der sich auf Social Media als Sozialschmarotzer ausgibt, habe „Dokumente und Belege gefälscht, um seine vermeintliche Geschichte glaubhaft erscheinen zu lassen“. Yannis B. habe inzwischen schriftlich eingestanden, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Aktuell würden die Hintergründe und rechtliche Schritte geprüft, so Körfer. Zuerst hatte der Online-Medienfachdienst „DWDL.de“ (verlinkt auf https://www.dwdl.de/nachrichten/105747/sat1_faellt_bei_ronzheimer_auf_luegengeschichte_rein/) darüber berichtet. Der TikTok-Account von Yannis B. zählt aktuell rund 79.000 Follower. Seine Videos haben zum Teil Hunderttausende Abrufe. In der Sat.1-Reportage „Ronzheimer – Wie geht’s, Deutschland?“ zum Thema Bürgergeld habe Yannis B. berichtet, wie gut er auf Staatskosten vom Bürgergeld lebe, erklärte der Sender. Dazu habe er ein schwarzes T-Shirt mit der goldfarbenen Aufschrift „Arbeitsloser des Jahres“ getragen. Kurz nach Ausstrahlung der Reportage habe es Hinweise gegeben, dass Yannis B. gelogen habe. Der Fall beschränkt sich wohl nicht nur auf Sat.1, wie „DWDL.de“ (verlinkt auf https://www.dwdl.de/nachrichten/105747/sat1_faellt_bei_ronzheimer_auf_luegengeschichte_rein/) schreibt. Auch das ZDF hatte in seinem Boulevardmagazin „Hallo Deutschland“ über Yannis B. berichtet, in der Sendung vom 5. August 2025. Ein ZDF-Sprecher teilte mit, bei den Dreharbeiten seien „keine Ungereimtheiten bemerkt worden“ und es habe „damals keinen Grund“ gegeben, „an der Glaubwürdigkeit der Schilderungen von Yannis B. zu zweifeln“. Yannis B. und seine Geschichte seien „unverzüglich“ aus der Sat.1-Reportage, die im Streamingangebot auf Joyn weiterhin verfügbar ist, entfernt worden. „Wir entschuldigen uns aufrichtig beim zuständigen Jobcenter Hannover, das durch die unwahren Behauptungen von Yannis B. in ein falsches Licht gerückt wurde“, erklärte Körfer.