Im Skandal um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei Fallschirmjägern der Bundeswehr (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/plus69bc54e8ea8bf301e4ae173d/it-desaster-bei-der-bundeswehr-neuer-digitalfunk-ist-gefahr-fuer-leib-und-leben.html) im rheinland-pfälzischen Zweibrücken ist die Zahl der Beschuldigten auf 59 gestiegen. Gleichzeitig stößt der als Reaktion auf die Vorfälle eingeführte Aktionsplan innerhalb der Luftlandetruppe nach Angaben des Heeres auf breite Zustimmung. „Eine hohe Akzeptanz“ sei festzustellen, teilte eine Sprecherin mit. „Eine umfassende Evaluierung ist für Ende 2026 vorgesehen.“ Die Vorfälle (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6967adace954401861ee06be/bundeswehr-entlaesst-neun-fallschirmjaeger-heeresinspekteur-kuendigtaktionsplan-an.html) im Fallschirmjägerregiment 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken waren Ende 2025 durch Eingaben von Soldatinnen an die damalige Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), bekannt geworden. Nach Angaben des Heeres geht es um Vorwürfe des sexualisierten Fehlverhaltens, extremistische Verhaltensweisen sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bislang war in dem Komplex von 55 Beschuldigten ausgegangen worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr erste Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen. Der Heeresinspekteur, Generalleutnant Christian Freuding, kündigte einen Aktionsplan für die Luftlandetruppe an. Dieser umfasst unter anderem eine stärkere Dienstaufsicht, strukturelle Änderungen zur besseren Führbarkeit der Fallschirmjägerregimenter, zusätzliche Präventionsmaßnahmen sowie Anpassungen bei der Ausbildung und den Karrierewegen von Offizieren und Unteroffizieren. Diese sollen künftig verstärkt Erfahrungen auch außerhalb der Luftlandetruppe sammeln. Nach Angaben des Heeres wurden bislang in 18 Fällen Disziplinarmaßnahmen verhängt. In weiteren 24 Fällen leitete die Wehrdisziplinaranwaltschaft bei der Division Schnelle Kräfte disziplinare Vorermittlungen ein. Zudem wurden fünf gerichtliche Disziplinarverfahren eröffnet. In 20 Fällen wurden die Vorgänge an die zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben. „In 17 Fällen wurden Verbote zur Ausübung des Dienstes ausgesprochen und von 21 beantragten Entlassungsverfahren sind mittlerweile 16 vollzogen worden, die übrigen sind in Bearbeitung“, sagte die Sprecherin.