Welt 27.11.2025
17:14 Uhr

Schüsse auf US-Nationalgardisten – Terrorverdächtiger arbeitete selbst für die CIA


Nachdem zwei Soldaten der US-Nationalgarde durch einen Schützen schwer verletzt worden sind, kann CIA-Direktor Ratcliffe erste Informationen über den Täter bekannt geben. Bis zur kurz nach der Evakuierung der US-Truppen aus Afghanistan 2021 habe dieser mit der CIA zusammengearbeitet.

Schüsse auf US-Nationalgardisten – Terrorverdächtiger arbeitete selbst für die CIA

Der Verdächtige im Fall des Schusswaffenangriffs auf zwei Soldaten der Nationalgarde hat vor seiner Einreise in die USA in Afghanistan mit der US-Regierung und dem Geheimdienst CIA zusammengearbeitet. Der Afghane habe „einer Partnertruppe“ in Kandahar angehört, teilte CIA-Direktor John Ratcliffe am Donnerstag mit. Er machte keine konkreten Angaben dazu, welcher Tätigkeit der Verdächtige nachging. Die Arbeitsbeziehung sei jedoch kurz nach der „chaotischen Evakuierung“ der US-Truppen aus Afghanistan im Jahr 2021 beendet worden. Der 29-jährige Verdächtige kam Behördenangaben zufolge 2021 im Rahmen eines Programms der Biden-Regierung in die USA. Das Programm sah die Evakuierung Zehntausender Afghaninnen und Afghanen nach dem Rückzug des US-Militärs aus Afghanistan vor. Rund 76.000 Menschen wurden in die USA geholt, von denen viele US-Soldaten und Diplomaten als Dolmetscher und Übersetzer unterstützt hatten. Nach dem Angriff in der Hauptstadt Washington am Mittwoch teilten Bürgermeisterin Muriel Bowser und FBI-Chef Kash Patel mit, die Soldaten würden mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Der Gouverneur von West Virginia, Patrick Morrisey, hatte zunächst auf der Plattform X erklärt, dass die beiden aus seinem Bundesstaat stammenden Nationalgardisten ihren Verletzungen erlegen seien (verlinkt auf https://x.com/wvgovernor/status/1993782336056357214) , ruderte dann aber zurück. Das FBI teilte zudem mit, dass die Behörden wegen Terrorverdachts ermittelnt. Der Verdächtige, ein afghanischer Staatsbürger, sei vor der Tat quer durchs Land gefahren, hieß es.