Welt 01.02.2026
08:29 Uhr

Schüler müssen zur Schule, auch wenn am Montag Bahnen und Busse nicht fahren


Trotz Warnstreik bei Bus und U-Bahn bleibt der Präsenzunterricht in Hamburg am Montag bestehen. Welche Möglichkeiten Familien jetzt haben.

Schüler müssen zur Schule, auch wenn am Montag Bahnen und Busse nicht fahren

Hamburgs rund 270.000 Schülerinnen und Schüler müssen trotz des Warnstreiks bei der Hochbahn und bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) am Montag in die Schule kommen. „An Hamburgs Schulen findet am Montag regulärer Präsenzunterricht statt“, sagte ein Sprecher der Schulbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Die Streikankündigung sei am vergangenen Freitag so rechtzeitig gekommen, „dass die Familien entsprechend planen können, das heißt gegebenenfalls Alternativen für den Schulweg und mehr Zeit einplanen“. Wie immer gelte, dass Eltern ihr Kind vom Schulbesuch dann abmelden können, wenn der Schulweg ihres Kindes objektiv unzumutbar oder die Schule de facto nicht erreichbar sei. Wegen des von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Warnstreiks rechnen sowohl die Hochbahn als auch die VHH nach eigenen Angaben nicht damit, am Montag den Bus- und U-Bahn-Betrieb in Hamburg aufnehmen zu können. Fahrgäste seien gebeten, auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten und gegebenenfalls auf andere Verkehrsangebote auszuweichen. Von dem 24-stündigen Warnstreik nicht betroffen seien die S-Bahn und die Hadag-Fähren. Die Warnstreiks beginnen nach Gewerkschaftsangaben am Montag um 3:00 Uhr. Auch die Nachtbusse von Montag auf Dienstag seien vom Warnstreik betroffen. Am Morgen sei beim Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg eine Kundgebung geplant. Von dort führe dann ein Demonstrationszug bis zum Harburger Rathausplatz, wo um 10.30 Uhr die gemeinsame Streikkundgebung der Beschäftigten von Hochbahn, VHH und aus dem öffentlichen Dienst der Länder stattfinde. Wegen Arbeitskampfmaßnahmen beim Veterinäramt könne es auch bei der Containerabfertigung im Hamburger Hafen zu Verzögerungen kommen, teilte Verdi mit. Ebenso sei zu erwarten, dass an den Schleusen im Alster- und Billerevier nur sehr eingeschränkt gearbeitet werde. Verdi betonte, dass bei der Feuerwehr nur der technische Dienst bestreikt werde, der Rettungsdienst bleibe voll funktionsfähig. Verdi fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn Verdi fordert für die Hochbahn-Beschäftigten unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Auch die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeit seien Teil des Forderungspakets.