Unternehmer Eugen Block (Hotel Elysee, Block-House) hat die Entscheidung der Großen Strafkammer 32 am Landgericht Hamburg kritisiert, das Verfahren gegen seine Nichte und deren Ehemann nicht vom Hauptverfahren abzutrennen. In einer persönlichen Erklärung warf Block der Justiz „Schikane“ vor. Im Mittelpunkt des seit Sommer 2025 andauernden Prozesses steht ein Sorgerechtsstreit innerhalb des Block‑Unternehmerclans. Hauptangeklagte ist Christina Block, die die Rückholaktion von zwei Kindern in der Silvesternacht 2023/24 beauftragt haben soll. Sie selbst bestreitet die Vorwürfe seit Prozessbeginn durchgehend. Blocks Nichte und ihr Ehemann müssen wie Christina Block seit fast sieben Monaten an bisher 34 Verhandlungstagen erscheinen. Sie sind wegen Beihilfe zur Kindesentziehung und Freiheitsberaubung angeklagt. Die Anklage stützt sich auf einen Vorfall vom 2. Januar 2024: Die Nichte hatte am Abend die Kinder Theo und Klara Hensel sowie Christina Block in Siek aufgenommen und rund 20 Kilometer zu deren Wohnadresse in Hamburg‑Ohlsdorf gefahren. Dass bei der kurzen Fahrt die Türsicherung des Fahrzeugs aktiviert war, wertet die Staatsanwaltschaft als strafrelevant. Es gehe dem Gericht nicht um Gerechtigkeit Block bezeichnete diesen Vorwurf als „absurd“. Seine Nichte habe sich lediglich an übliche Sicherheitshinweise gehalten; die Aktivierung der Kindersicherung entspreche auch den Empfehlungen des ADAC, so der Unternehmer. In seinem Schreiben führt er einen Auszug aus einer ADAC-Veröffentlichung an: „Die Anschnallpflicht gilt selbstverständlich bis zum letzten Meter Fahrt. Wenn Ihr Auto über eine Kindersicherung verfügt, die ein Öffnen der rückwärtigen Türen nur von außen gestattet, sollten Sie diese nutzen.“ Für diese kurze Fahrt müsse seine Nichte seit Monaten im Gerichtssaal erscheinen, kritisierte Block. Er warf der zuständigen Großen Strafkammer vor, nicht Gerechtigkeit herzustellen, sondern „Schikane“ zu betreiben. Eugen Block hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt zu Wort gemeldet und das Gericht angegriffen; zuletzt hatte seine Tochter Christina erklärt, dass sie damit nichts zu tun habe.