Welt 04.03.2026
10:13 Uhr

Rüdigers Opfer erhebt nach dem brutalen Foul schwere Vorwürfe


Das üble Einsteigen von Antonio Rüdiger im Spiel gegen den FC Getafe hallt nach. Sein Gegenspieler Diego Rico will den deutschen Nationalspieler nicht einfach so davonkommen lassen. Tenor: Der Verteidiger von Real Madrid habe vorsätzlich gehandelt.

Rüdigers Opfer erhebt nach dem brutalen Foul schwere Vorwürfe
Journalisten warten auf die Ankuft der ersten Deutschen aus Dubai am Dienstagabend am Flughafen in München. Marco Einfeldt/Marco Einfeldt

Nach der 0:1-Niederlage von Real Madrid gegen den FC Getafe gibt es Vorwürfe gegen den deutschen Nationalspieler (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/deutsche-fussball-nationalmannschaft/) Antonio Rüdiger. Getafes Diego Rico kreidet dem 33 Jahre alten Abwehrspieler an, ihn „absichtlich gefoult zu haben“. (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article69a6d7fa6834877765da8249/real-madrid-dieses-foul-muss-konsequenzen-haben-antonio-ruediger-darf-nicht-mit-zur-wm.html) Mitte der ersten Halbszeit hatte Rüdiger den am Boden liegenden Diego Rico mit dem Knie im Gesicht getroffen. Es hatte tatsächlich den Eindruck erweckt, als könnte Rüdiger es vorsätzlich getan haben. „In solchen Situationen, bei diesem aggressiven Verhalten, ist es offensichtlich, dass er mich absichtlich angreift“, (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article69a69fa12ecb6a0d6559e96e/real-madrid-antonio-ruediger-haette-ihm-an-ort-und-stelle-den-kiefer-brechen-koennen.html) klagte Diego Rico. Im Vorfeld der Szene habe Rüdiger bereits auf ihn eingeredet: „Dann, gleich im nächsten Spielzug, kam der Ball zu mir, und man konnte sehen, wie er seinen Mitspieler praktisch aus dem Weg räumte, um mir das Gesicht einzuschlagen.“ Rico konnte nach dem Vorfall weiterspielen – aus seiner Sicht pures Glück. „Wenn er mich falsch erwischt hätte, wäre ich da einfach liegen geblieben, platt auf dem Spielfeld.“ Das Einsteigen des Deutschen wurde vom Schiedsrichter aber nicht geahndet. Auch der VAR schritt nicht ein. „Kein anderer Profi würde mit solcher Boshaftigkeit auf einen am Boden liegenden Spieler losgehen und ihn mit dem Knie so brutal treffen, wenn der Ball gar nicht in diesem Bereich war“, sagte Diego Rico dem spanischen Radiosender Cope. „Wäre es andersherum gewesen, wäre ich für zehn Spiele gesperrt worden oder hätte in dieser Saison gar nicht mehr gespielt.“ Der Linksverteidiger musste nach der Aktion behandelt werden, konnte die Partie aber beenden. Real Madrid strauchelt wieder – und zu allem Übel rückt dann noch Rüdiger in den Fokus Real Madrid hatte durch die überraschende Pleite (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/spanien/ma11223641/real-madrid_getafe-cf/liveticker/) den zweiten Rückschlag innerhalb kurzer Zeit im Kampf um die spanische Meisterschaft kassiert. Neun Tage zuvor hatte das Team bereits 1:2 bei CA Osasuna verloren. Für Getafe, ein Mittelklasseensemble aus der Madrider Vorstadt, war es der erste Sieg nach 18 Jahren bei Real Madrid. Nach der Niederlage liegt der Rekordmeister in der Tabelle zwölf Spieltage vor dem Saisonende vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona. Auch ohne den am Knie verletzten Kylian Mbappé war Real zwar die gesamte Spielzeit haushoch überlegen und hatte einen Ballbesitzanteil von bisweilen 80 Prozent. Dennoch gelang es den Gastgebern nicht, ihre Dominanz für Tore zu nutzen – und zu allem Übel noch das unverhältnismäßige Foul von Rüdiger, beinhaltete. Die „Bild“ kommentierte: (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/startseite/sport/sport-home-15479124.bild.html) „Das muss Konsequenzen haben – so darf Rüdiger nicht mit zur WM. Rüdiger stürmt mit dem Knie voran in den bereits am Boden liegenden Gegenspieler Diego Rico, trifft ihn voll im Gesicht. Das war kein hartes Foul mehr – das war schon fast ein ,Attentat‘. Und es zeigt erneut: In Grenzsituationen hat sich der 33 Jahre alte Rüdiger einfach nicht im Griff.“