Welt 05.02.2026
11:25 Uhr

Regenbogentreppe mit Schwarz-Rot-Gold übermalt – Grüne sehen „eine klare rechtsextreme Aussage“


Eine Regenbogentreppe in Nordrhein-Westfalen wurde über Nacht mit Schwarz‑Rot‑Gold übermalt. Die Grünen kritisieren die Aktion scharf: „Eine klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft.“

Regenbogentreppe mit Schwarz-Rot-Gold übermalt – Grüne sehen „eine klare rechtsextreme Aussage“

Eine Regenbogentreppe an einem Busbahnhof in Arnsberg in Nordrhein-Westfalen wurde am vergangenen Wochenende von Unbekannten mit den Farben Schwarz-Rot-Gold übermalt. Ursprünglich war sie von Schülern des Arnsberger Gymnasiums Laurentianum in den Regenbogenfarben gestaltet worden und sollte damit Schulangaben zufolge ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Toleranz setzen. Die Treppenstufen wurden laut WDR (verlinkt auf https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/regenbogentreppe-neheim-100.html) inzwischen mit einem Hochdruckreiniger von jedweder Farbe befreit. Die Stadtverwaltung bewertet den Vorfall als Sachbeschädigung. In einer Stellungnahme heißt es, man werde Anzeige erstatten. Dabei spiele es keine Rolle, aus welchen Motiven öffentliche Flächen oder Gebäude bemalt oder besprüht würden. Auch aus der Kommunalpolitik kommt Unterstützung für das ursprüngliche Schülerprojekt, wie der „SauerlandKurier“ (verlinkt auf https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/arnsberg/regenbogentreppe-in-neheim-uebermalt-stadt-erstattet-anzeige-94152425.html) berichtet. Der Arnsberger Bürgermeister Ralf-Paul Bittner betonte, dass die deutsche Flagge zwar für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Würde des Menschen stehe. Sie dürfe jedoch nicht gegen andere gesellschaftliche Werte ausgespielt werden. Grünen-Politikerin der Stadt reagiert entsetzt Die Grünen in Arnsberg reagierten mit Entsetzen auf die Übermalung der Treppe. „Eine Regenbogentreppe über Nacht in schwarz-rot-gold zu übersprühen ist eine klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft, pro Nationalismus“, schrieb die Vorsitzende der Grünen in der Arnsberger Stadtvertretung, Verena Verspohl, auf Instagram. Bereits vor der Gestaltung der Treppe war das Projekt Thema im Bezirksausschuss Neheim. Kommunalpolitiker hatten die Aktion und ihr Symbol für Offenheit und Toleranz ausdrücklich unterstützt. Die Regenbogentreppe war in der Vergangenheit bereits mehrfach übermalt und anschließend wiederhergestellt worden.