Welt 23.01.2026
09:35 Uhr

Randale mit Eisenstangen – Polizei schmeißt 1200 Fans raus


Beim Spiel von KRC Genk beim FC Utrecht in der Europa League kommt es zu chaotischen Szenen. Fans attackieren Polizisten mit Eisenstangen. Die Beamten greifen durch, der belgische Club erhebt Vorwürfe gegen die Polizei.

Randale mit Eisenstangen – Polizei schmeißt 1200 Fans raus

Die niederländische Polizei hat Donnerstagabend rund 1.200 Fußballfans des belgischen Clubs KRC Genk vom Besuch des Spiels beim FC Utrecht in der Europa League (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) ausgeschlossen. Grund seien erhebliche Sicherheitsbedenken gewesen, da sich etwa 300 Genk-Anhänger weder einer Identitätskontrolle noch einer Durchsuchung unterzogen hätten. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Polizeiangaben. Aufgrund der Räumung begann die Partie mit 53-minütiger Verspätung. Mehrere Genk-Fans (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/) sollen ohne gültige Eintrittskarten in den Gästebereich eingedrungen sein. Beamte stürmten den Block, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Als die niederländische Polizei einschritt, eskalierte die Lage. Polizei setzt Pfefferspray gegen die Fan-Chaoten ein Eine große Gruppe der aus Belgien angereisten Fans habe sich Polizeiangaben zufolge den Kontrollen entzogen, indem sie über Sicherheitsbarrieren geklettert sei. Die Polizei schickte laut eigenen Angaben die betroffenen rund 300 Anhänger von der Gästetribüne. Einige waren mit Stöcken und Stangen bewaffnet, weshalb sich die Räumung verzögerte. Auch dem weiteren Genk-Anhang wurde aufgrund der Vorfälle der Besuch des Spiels verwehrt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Der KRC Genk, der das Spiel 2:0 (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) gewann, verurteilte das Verhalten seiner Fans. „Der Verein bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Fans und die Organisation“, hieß es in einer Mitteilung des Clubs. Der Verein werde den Vorfall gründlich untersuchen und über weitere Schritte entscheiden. „Wir haben geprüft, ob die Fans aus Genk, die mit anderen Bussen angereist waren und noch nicht im Stadion angekommen waren, noch auf der Gästetribüne Platz nehmen konnten“, erklärten die lokalen Behörden in einer Mitteilung. „Leider waren die Schäden auf der Gästetribüne so groß, dass es nicht mehr möglich war, sie rechtzeitig zu reinigen und vor allem zu sichern.“ Freitagvormittag gab es in dem Fall dann eine Entwicklung: Der KRC Genk wirft der niederländischen Polizei nun ein unverhältnismäßiges Vorgehen gegen Fans vor. „Seitdem sind dem KRC Genk Bilder und Berichte zugegangen, die unnötige und übermäßige Polizeigewalt belegen. Der Verein verurteilt dieses unverhältnismäßige Vorgehen der lokalen Behörden gegen unschuldige KRC-Genk-Fans auf das Schärfste“, heißt es in einer Klubmitteilung. Von den Behörden aus Utrecht gab es dazu zunächst keine Reaktion.