Welt 02.02.2026
13:30 Uhr

Polizei nimmt Mette-Marits Sohn Marius fest


Einen Tag vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses ist Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wegen neuer Vorwürfe festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin. Der Prozess gegen Høiby soll bis Mitte März andauern.

Polizei nimmt Mette-Marits Sohn Marius fest

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist einen Tag vor Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article697daf8ffa531953d5216c4f/oslo-schwere-vorwuerfe-gegen-kronprinzen-sohn-prozess-wegen-vergewaltigung-und-misshandlungen-beginnt.html) festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft für einen Zeitraum von vier Wochen beantragt worden war. Der 29-Jährige sei am Sonntagabend festgenommen worden, hieß es. Zu dem Ort der Festnahme machte die Polizei keine Angaben. Er werde unter anderem der Drohungen mit einem Messer und dem Verstoß gegen ein Besuchsverbot verdächtigt. Gegen Høiby beginnt am Dienstag um 9:30 Uhr in Oslo ein auch in Deutschland viel beachteter Prozess. Der Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung ist bislang in 38 Punkten angeklagt – unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen Besuchsverbote. Insbesondere die Vorwürfe der Sexualdelikte weist er zurück. Die ersten Vorwürfe waren 2024 laut geworden – seitdem ist ihre Zahl stetig gewachsen. Zuletzt kamen erst vor einigen Wochen sechs weitere Anklagepunkte hinzu: So soll Marius Borg Høiby etwa 3,5 Kilo Marihuana aufbewahrt und transportiert haben und mehrfach zu schnell Motorrad gefahren sein. Im Sommer 2024 hatte er zugegeben, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. In einer Stellungnahme berichtete er damals von psychischen Problemen und davon, seit Längerem mit Drogenmissbrauch zu kämpfen. Die Ermittler sind sicher, dass er sich eine ganze Reihe an Straftaten zuschulden hat kommen lassen, darunter mehrere Sexualstraftaten nach dem norwegischen Vergewaltigungsparagrafen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess soll bis Mitte März andauern. Nach dem Verlesen der Anklageschrift und den Plädoyers am ersten Tag soll Høiby am zweiten Prozesstag zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen. Außerdem kommen mehrere mutmaßliche Opfer und Zeuginnen zu Wort, darunter Ex-Freundinnen des Angeklagten. Es herrschen strenge Vorgaben für die Berichterstattung über die Frauen. Zahlreiche der Aussagen finden hinter verschlossenen Türen statt. Das Medieninteresse ist immens. Mette-Marit auf Privatreise Die norwegische Kronprinzessin (52) wird zu Beginn des Strafprozesses gegen ihren Sohn nicht dabei sein. Sie ist auf einer privaten Reise. In den vergangenen Tagen hatten sich Verbindungen von ihr und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gezeigt. „Die Kronprinzessin hat selbst erklärt, ein schlechtes Urteilsvermögen bewiesen zu haben – dem stimme ich zu“, sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre laut einer Stellungnahme. Veröffentlicht wurde diese, weil Mette-Marits Name in den am Freitagabend freigegebenen Epstein-Akten (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article698057cc56e922cc80595837/ermittlungen-wegen-missbrauch-nacktbilder-fuer-15-jaehrige-die-obskuren-epstein-leaks-von-mette-marit-prinz-andrew-und-trump.html) Hunderte Male auftaucht.