Ein Routineeinsatz der Hamburger Feuerwehr ist am Montag in Altona dramatisch geendet: Ein Berufsfeuerwehrmann zog sich im Keller eines Wohngebäudes schwere Verbrühungen zu, nachdem er in einen mit heißem Wasser gefüllten Revisionsschacht gestürzt war. Lebensgefahr bestand laut Einsatzkräften nicht – der Mann musste jedoch unter notärztlicher Begleitung in eine Klinik gebracht und stationär aufgenommen werden. Auslöser des Einsatzes war zunächst ein vermeintlicher Wasserschaden in einem Haus im Stadtteil Altona-Altstadt. Bewohner hatten die Feuerwehr wegen eines beschädigten Rohrs alarmiert; die Kräfte rückten mit einem Fahrzeug zur „Technischen Hilfe Klein“ aus. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass nicht ein gewöhnliches Wasserrohr, sondern eine Fernwärmeleitung im Keller defekt war und größere Mengen Wasser aus der Leitung austraten. In solchen Leitungen zirkuliert Wasser mit mehr als 100 Grad Celsius unter hohem Druck. Bereits ein Handwerker hatte sich an dem austretenden Wasser Verbrennungen an den Händen zugezogen und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Als die Feuerwehrleute zur Erkundung in den überfluteten Keller vorstießen, übersah einer der Kollegen einen etwa 1,60 Meter tiefen Wartungsschacht. Er stürzte hinein – direkt in das heiße Wasser. Die Verbrühungen waren so schwer, dass sofort medizinische Hilfe nachgefordert wurde. Der Leiter der Hamburger Feuerwehr, Oberbranddirektor Christian Sauermann, fuhr persönlich zur Einsatzstelle an der Mörkenstraße, um sich ein Bild der Lage zu machen. Für die betroffenen Kräfte der Feuer- und Rettungswache wurde im Anschluss ein Gespräch zur psychologischen Hilfe organisiert. Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte vor Ort. Die Ursache für den Defekt an der Fernwärmeleitung ist bislang unklar. Die Ermittlungen zur Schadensursache dauern an.