Welt 23.02.2026
14:09 Uhr

Nie zuvor schalteten so viele Deutsche bei Winterspielen ein


Die Olympischen Spiele 2026 haben in Deutschland für ein zuvor nicht gekanntes Interesse gesorgt. ARD und ZDF registrierten doppelt so hohe Reichweiten wie 2022 und erleben eine Renaissance des linearen Fernsehens bei jungen Menschen. Ein Nischensport sorgt für den Topwert.

Nie zuvor schalteten so viele Deutsche bei Winterspielen ein
Oleksandr Syrskyj (li.) ist seit 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. (Foto: Ukrainisches Präsidentialamt/Pool/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa)

Für manchen Olympia-Fan dürften die Winterspiele mit Ringen unter den Augen zu Ende gegangen sein. Stundenlang schauten viele Millionen Menschen die Live-Übertragungen und erfreuten sich an den Bildern aus Norditalien. ARD und ZDF registrierten in ihrer Bilanz Rekordzahlen: Noch die haben so vielen Menschen TV-Bilder von Olympischen Winterspielen gesehen. „In diesen Zeiten nehmen die Menschen Olympia besonders gerne an“, kommentierte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky: „Die Leute lieben emotionale Momente.“ Ähnlich begeistert äußerte sich ZDF-Sportchef Yorck Polus: „Wir sind hochzufrieden, wie die Spiele vom Publikum angenommen wurden. Die Menschen schauen offensichtlich gerne Olympische Spiele.“ Durchschnittlich 3,173 Millionen Menschen sahen die Live-Übertragungen der beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender und sorgten für einen Marktanteil von 23,2 Prozent. Die Reichweite ist fast doppelt so hoch wie bei den vorherigen Spielen in Peking (1,67 Millionen), das allerdings in einer anderen Zeitzone liegt. Aber alle relevanten Zahlen liegen auch deutlich über denen von Turin, wo vor 20 Jahren letztmals Winterspiele ohne Zeitverschiebung stattfanden. Menschen suchen zielgerichtet nach Curling Bei Olympia begeisterten sich Millionen von Sportfans auch für Disziplinen, die sonst kaum wahrgenommen werden. „Alle vier Jahre suchen die Menschen zielgerichtet nach Curling“, erklärte der ARD-Sportkoordinator das Phänomen. Die meisten Zuschauer gab es mit 6,79 Millionen Menschen bei den Rodel-Doppelsitzern im Ersten. Dieser Wert lag sogar über der erfolgreichsten Übertragung vom Biathlon, der beliebtesten Wintersportart der Deutschen: 6,638 Millionen sahen im Zweiten die Mixed-Staffel. Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify (verlinkt auf https://open.spotify.com/show/7CX3rSNRL11YEnW7IzkWIS?si=82f337b82c6b4e32&nd=1&dlsi=56417d9ce6fc406c) , Apple Podcasts (verlinkt auf https://podcasts.apple.com/de/podcast/weltmeister/id1852960967) oder direkt per RSS-Feed (verlinkt auf https://weltmeister.podigee.io/feed/mp3) . Auffällig waren bei den Übertragungen aus Mailand und Cortina vor allem die hohen Reichweiten bei jungen Menschen, die bei den Spielen für eine Art Renaissance des linearen Fernsehens sorgten. Bei den 14- bis 29-Jährigen lag der durchschnittliche Marktanteil nach Sender-Angaben sogar bei rund 35 Prozent. Parallel zu den vielen Zuschauern im klassischen Fernsehen gab es auch enorme Reichweiten im Internet mit bis zu sieben Streams. Mehr als 85 Millionen Videoabrufe registrierte die ARD. Beim ZDF waren es bis zum Samstag mehr als 50 Millionen Views. „Die Digitalzahlen gehen durch die Decke“, kommentierte Balkausky. „Wir waren auf allen Wegen erfolgreich.“ Weitere TV-Zuschauer gab es bei den Plattformen von Warner Bros. Discovery (Eurosport, HBO Max und discovery+), für die noch keine detaillierten Zahlen vorliegen.