Nach dem nächtlichen Brand einer Gaststätte in Hamburg haben 16 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Das Feuer war in einem Lokal am Wiesendamm im Stadtteil Barmbek-Nord ausgebrochen – einem freistehenden, markanten Bau, der durch einen kleinen Turm sofort ins Auge fällt. Die Feuerwehr wurde in der Nacht gegen halb vier alarmiert. Als die Retter am Einsatzort ankamen, standen bereits weite Teile des Gebäudes in Flammen. Im Laufe der Löscharbeiten stürzte das Gebäude teilweise ein, die Einsatzkräfte verhinderten jedoch, dass das Feuer auf das dahinterliegende Mehrfamilienhaus übergriff. Die Bewohner der 13 angrenzenden Wohnungen wurden vorsorglich in bereitgestellten Bussen betreut. Ob und wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist unklar; Statiker müssen zunächst prüfen, ob Hitze und Löschwasser das Wohnhaus beschädigt haben. Viele der Betroffenen hatten in der Nacht nur das Nötigste mitnehmen können und warteten im Bus auf weitere Informationen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Hinweise zur Ursache des Brandes liegen noch nicht vor. Auch zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es keine Angaben – die Gaststätte selbst wurde jedoch weitgehend zerstört. Die Lage des Lokals in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Barmbek führte zudem zu Beeinträchtigungen im Nahverkehr. Wegen der dichten Rauchentwicklung und des laufenden Feuerwehreinsatzes musste der S-Bahnverkehr zeitweise gestoppt werden. Die U-Bahnlinien, die ebenfalls am Bahnhof Barmbek halten, waren nach vorliegenden Informationen nicht betroffen. Die Feuerwehr war am Morgen weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Immer wieder mussten Glutnester in den eingestürzten Bereichen freigelegt werden. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, konnte der Einsatz der Feuerwehr nach rund sieben Stunden um 10.20 Uhr beendet werden.