Die Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) mit rund 750 Schülern steht seit Jahren in den Negativschlagzeilen. Es kommt zu Morddrohungen, Schlägereien, Beschimpfungen und Vandalismus. Letzter Höhepunkt: Im Mai 2025 bedrohte eine 16-jährige Schülerin eine Lehrerin mit einem Messer. Auch WELT berichtete darüber (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article690db9420a7608566ac55d43/ludwigshafen-ich-schiesse-euch-alle-ab-lehrer-schildern-dramatische-zustaende-an-realschule.html) . Der Vorfall löste eine breite Debatte über die Sicherheit an Schulen aus – nicht nur in Rheinland-Pfalz. Denn offenbar handelt es sich dabei nicht um Einzelfälle. Von 2022 bis 2024 soll es an der Schule 121 Vorfälle gegeben haben, 118 davon endeten mit Strafanzeigen. 2018 war es zu einem Großeinsatz der Polizei an der Schule gekommen, weil er mit einer Pistole in die Schule gekommen sei. Eine Spezialeinheit fand damals bei der Durchsuchung des Gebäudes aber nichts. In einem Brandbrief schilderten Lehrkräfte die Zustände an der Schule, deren Schwerpunkte Berufsorientierung sowie die sprachliche und soziale Integration von Kindern mit Migrationshintergrund sind. „Man plant so, dass alle unverletzt rauskommen und irgendwie beschäftigt sind“, erklärt darin eine Lehrkraft. Auch wurde darin ein Schüler mit den Worten zitiert: „Ich schieße Euch alle ab.“ Einige Lehrer sollen gar ganze Gebäudekomplexe aufgrund von Fäkaliengeruch meiden, berichtet auch das Lehrerportal „4teachers“ (verlinkt auf https://www.news4teachers.de/2025/11/ich-schiesse-euch-alle-ab-brandbrief-vom-ganzen-kollegium-realschule-versinkt-in-gewalt-angst-und-chaos/) . Nun hat Rheinland-Pfalz ein Konzept von Innen- und Bildungsministerium vorgestellt, um für mehr Sicherheit an Schulen zu sorgen. Es beinhaltet unter anderem mehr Polizei an Schulen, berichtet der SWR (verlinkt auf https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mehr-polizei-praesenz-an-schulen-in-brennpunkten-karolina-burger-realschule-100.html) . Lehrkräfte und pädagogisches Personal können sich künftig zudem an eine Vertrauensstelle wenden, wenn sie Erfahrungen mit Gewalt und persönlichen Bedrohungen an der Schule gemacht haben. So will das Ministerium auch die Lage an der Karolina-Burger-Schule in den Griff bekommen: „Jedes Kind hat das Recht, gut und sicher lernen zu können“, sagte Bildungsminister Sven Teuber (SPD). „Dieses Recht ist nicht verhandelbar.“ Zudem sollen Besuche der Polizei auf dem Schulgelände sollen „anlasslos, regelmäßig, befristet, mit festen Zeiten sowie klar benannten Ansprechpartnern“ erfolgen. Auch soll es sogenannte Gefährderansprachen geben. Gespräche mit potenziellen Gewalttätern sollen dabei mitunter auch auf der zuständigen Polizeiinspektion stattfinden, um Eskalationen vorzubeugen. Parallel dazu ist auch der Einsatz von Videoüberwachung denkbar, berichtet der „Mannheimer Morgen“ (verlinkt auf https://www.mannheimer-morgen.de/orte/ludwigshafen_artikel,-ludwigshafen-klima-der-angst-und-gewalt-kommt-videoueberwachung-an-ludwigshafener-karolina-burger-sch-_arid,2348033.html?&npg) . Ein Sicherheitsdienst, der an der Schule patrouilliert, ist dagegen nicht vorgesehen. Die inzwischen 17 Jahre alte Schülerin, die ihre Lehrerin mit dem Messer bedroht hatte, wurde inzwischen in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.