Amanal Petros hat beim Valencia-Marathon den deutschen Rekord pulverisiert und mit einer beeindruckenden Aufholjagd einen starken zweiten Platz belegt. Nicht einmal drei Monate nach seinem Sensationssilber bei den WM-Titelkämpfen in Tokio lief er in Spanien 2:04:03 Stunden. „Ich bin so glücklich, dass ich jetzt mein Ziel erreicht habe. (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/marathon/) Das ist ein sehr schöner Jahresabschluss“, sagte Petros, der für Hannover 96 startet und sich in einem Höhentrainingslager in Kenia auf den Lauf in Valencia vorbereitet hatte. Er verbesserte damit die bisherige Bestmarke (verlinkt auf https://www.welt.de/wissenschaft/article68f725b8a4ef5887d4d8d598/ausdauersport-wie-weit-kann-der-mensch-wirklich-laufen.html) seines Landsmannes Samuel Fitwi um satte 53 Sekunden. Schneller war bei dem hochklassig besetzten Marathon im Osten Spaniens nur der Kenianer John Korir mit einer Zeit von 2:02:25 Stunden. Petros holte sich damit den deutschen Rekord zurück, nachdem Fitwi vor etwa einem Jahr ebenfalls in Valencia über die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern (verlinkt auf https://www.welt.de/gesundheit/article256189734/Marathon-So-veraendert-Extremsport-das-Gehirn.html) zwei Sekunden schneller gewesen war als die alte persönliche Bestmarke von Petros. Deutscher Marathon-Rekord fällt zum fünften Mal in fünf Jahren Bei optimalen Bedingungen ging Petros es auf der superschnellen Strecke in Valencia zunächst verhalten an. Lange hielt sich der 30-Jährige im Verfolgerfeld auf, ehe er trotz des unerwartet frühen Ausfalls eines Pacemakers nach etwa 25 Kilometern die Aufholjagd startete. Petros überholte auf der zweiten Streckenhälfte alle seine Kontrahenten. Einzig Korir hielt sich vor dem Deutschen, er war weit enteilt. (verlinkt auf https://www.welt.de/gesundheit/plus255791998/Laufen-Das-Gehirn-von-Marathonlaeufern-nutzt-die-eigene-Materie-als-Energiequelle.html) Eine persönliche Bestzeit lief auch Hendrik Pfeiffer, der Magenprobleme hatte und sich im Ziel übergeben musste. Pfeifer wurde mit 2:06:46 Stunden Elfter, Fitwi (2:07:01 Stunden), der vorn eine Tempoverschärfung nicht mitgehen konnte, (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fitness/plus255451698/Training-Den-meisten-wuerde-es-besser-tun-etwas-zurueckschalten.html) belegte als drittbester Deutscher den zwölften Platz. Zum fünften Mal fiel nun der deutsche Rekord in den vergangenen fünf Jahren, viermal davon auf dem flachen Kurs in Valencia. Petros hatte seine überragende Form in diesem Jahr schon hinlänglich unter Beweis gestellt. Im Frühjahr hatte er in Berlin seinen deutschen Halbmarathon-Rekord (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/leichtathletik/article255878616/Halbmarathon-Amanal-Petros-durchbricht-in-Berlin-als-erster-Deutscher-magische-Marke.html) auf 59:31 Minuten verbessert und blieb als erster Deutscher unter einer Stunde. Im September dann wurde er in Tokio sensationell Vize-Weltmeister und schrammte dabei im spektakulären Zielsprint (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/leichtathletik/article68c7bb1efb7a8328b6ff1b7b/Marathon-Dramatische-Sensation-des-Amanal-Petros-Nach-42-km-fehlen-3-Hundertstel.html) sogar nur um drei Hundertstel an der Goldmedaille vorbei. „Ich muss ehrlich sagen, es war nicht einfach. Es gab viele Tage, wo ich auch mal in ein Loch gefallen bin“, sagte Petros nach dem Rennen in Valencia. Gesa Krause gibt bei Marathon-Premiere auf Gesa Krause erlebte dagegen ein bitteres Marathon-Debüt und musste aufgeben. Das bestätigte der Deutsche Leichtathletik-Verband auf Nachfrage. Krause hatte sich vorgenommen, eine Zeit unter 2:30 Stunden zu laufen. Wie es mit der Marathon-Karriere der gebürtigen Hessin weitergeht, ist offen. Krause will im kommenden August auf jeden Fall bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im britischen Birmingham an den Start gehen – dann über die 3000 Meter Hindernis.