Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke ist, trotz seiner Körpergröße, eine relativ unauffällige Erscheinung, viele wissen gar nicht, dass es ihn gibt. Er wirkt freundlich und harmlos, das Trüben von Wässerchen scheint seine Sache nicht zu sein. Aber wie so oft steckt hinter dieser unschuldigen Fassade ein bösartiger, ja, fast dämonischer Kern. Nach nur acht Monaten ist es ihm gelungen, die BSW-Fraktion fast vollständig aufzulösen und viele Parteiangehörige zu einem Übertritt in die SPD zu bewegen – oder sollte man besser sagen, zu zwingen? Wie er das schafft, bleibt vorerst sein Geheimnis. Man weiß nicht, ob Voodoo im Spiel ist oder ob er den BSW-Politikern zersetzende Substanzen in den Kaffee geschüttet hat. Auf jeden Fall ist jetzt die CDU an der Reihe, die anscheinend keine Bedenken hat, in eine Koalition mit der Woidke-SPD einzuwilligen. Wahrscheinlich wird er für die Auslöschung der Christdemokraten etwas länger brauchen, aber sie ist unausweichlich. Anschließend nimmt er sich die AfD zur Brust, die sich dann wünschen wird, es gäbe noch eine Brandmauer.