Nach dem Tod zweier Menschen in einer Hamburger U-Bahnstation hat die Polizei erste Erkenntnisse zu dem Fall veröffentlicht. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei dem Täter um einen 25-jährigen Mann aus dem Südsudan. Das Opfer sei eine 18-jährige Frau gewesen, über ihre Nationalität sind keine Informationen bekannt. Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 22.00 Uhr. Die beiden Personen hatten sich am Donnerstagabend unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der U-Bahnstation (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/hessen/article68a3d43af3b3300719845ce6/Frankfurt-hat-jetzt-eine-U-Bahn-Station-im-Eintracht-Look.html) Wandsbek-Markt aufgehalten, sagte ein Sprecher. Der Südsudanese habe zunächst „abseits“ gestanden und sei dann kurz darauf „unvermittelt auf die Frau zugegangen“, heißt es in der Polizeimitteilung. Dann habe er sie ergriffen und „zerrte sie aus bislang ungeklärten Gründen mit sich ins Gleisbett vor die einfahrende U-Bahn“. Die beiden Personen wurden von der U-Bahn überrollt und kamen ums Leben. Nach aktuellen Erkenntnissen gibt es bislang keine Erkenntnisse zu einer Vorbeziehung der beiden, die Ermittlungen dazu sind jedoch noch nicht abgeschlossen. 25-Jähriger besaß gültige Aufenthaltserlaubnis Laut Zeugen soll der Mann betrunken gewesen sein. So jedenfalls berichtete es ein Mann gegenüber fokus.de. Demnach soll der 25-Jährige auf die Frau zugetorkelt sein und sie von der Seite gepackt haben. Dann soll er gesagt haben: „Ich nehme dich mit.“ Wenig später sei er mit ihr auf die Schienen gefallen. Der Zeuge hatte die Tat allerdings nicht vollständig miterlebt, berief sich auf die Aussagen anderer Augenzeugen. Der 25-Jährige besaß nach Informationen von WELT eine gültige Aufenthaltserlaubnis und war Mitte 2024 nach Hamburg gekommen. Er wohnte zuletzt in einer Wohnunterkunft in der Stadt. Der Mann war im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme der Bundesländer nach Deutschland gekommen. Die 18-Jährige soll aus dem Raum Norderstedt stammen, einer Stadt in Schleswig-Holstein. Nach dem tödlichen Vorfall waren viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der Station unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab. Die beiden Toten wurden in der Nacht in Särgen über die Rolltreppen aus der U-Bahn gebracht. Zeugen wurden der Polizei zufolge vor Ort seelsorgerisch betreut. Der U1-Verkehr wurde am Abend unterbrochen und erst zu Beginn des morgendlichen Pendlerverkehrs wieder freigegeben.