Welt 17.12.2025
13:32 Uhr

Linken-Chef van Aken fordert Ersatzfeiertage für 2026 – Union nennt Vorschlag „abstrus“


Im kommenden Jahr fallen drei Feiertage aufs Wochenende. Für Beschäftigte bedeute das mehr Arbeit und weniger Pause, beklagte Linken-Chef van Aken. Scharfe Kritik an dem Vorschlag kommt aus der Union.

Linken-Chef van Aken fordert Ersatzfeiertage für 2026 – Union nennt Vorschlag „abstrus“

Weil 2026 mehrere Feiertage aufs Wochenende fallen, fordert der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, Ersatzfeiertage unter der Woche. „Die Menschen in diesem Land werden um ihre verdiente Freizeit betrogen. Und das darf so nicht stehen bleiben“, sagte van Aken dem Berliner „Tagesspiegel“. Konkret fallen im kommenden Jahr der Tag der Deutschen Einheit und der zweite Weihnachtsfeiertag auf einen Samstag und auch der Reformationstag und Allerheiligen fällt auf ein Wochenende. Für Beschäftigte bedeute das mehr Arbeit und weniger Pause, beklagte van Aken (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article694139075d051a3e3193acee/jan-van-aken-dieses-risiko-ist-unkalkulierbar-linke-chef-warnt-vor-nato-soldaten-in-der-ukraine.html) . „Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf ein Wochenende, dann muss ein Ersatztermin her – unter der Woche, für alle“, sagte er. Dies sein keine Revolution, sondern in Ländern wie Australien, Belgien oder Spanien längst Standard. Aus der Union kam scharfe Kritik an dem Vorschlag der Linken. „Jetzt über das Nachholen von Feiertagen zu sinnieren, ist abstrus. Die Zeche würden der Mittelstand und der Standort Deutschland zahlen“, sagte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann, dem „Tagesspiegel“. Ein Feiertag (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/article255766670/Umfrage-Einen-Feiertag-streichen-fuer-mehr-Wachstum-Die-meisten-sind-dagegen.html) stehe für einen Produktionsausfall von 8,6 Milliarden Euro. „Wird weniger produziert, sinkt das ohnehin zu niedrige Wirtschaftswachstum. Deutschland kann sich keine Feiertags-Mentalität leisten“, sagte Connemann. Um den Wohlstand zu erhalten, müsse in Deutschland mehr gearbeitet werden.