Welt 25.01.2026
17:57 Uhr

Linke und rechte Demonstranten geraten aneinander – Blockaden, Angriffe und ein Hitlergruß


In Saarbrücken geraten die Teilnehmer von Demonstrationen aus verschiedenen politischen Lagern aneinander. Nach Protestaktionen ermittelt die Polizei wegen eines Hitlergrußes, Angriffen auf Beamte und weiteren Verstößen. Was die Einsatzkräfte berichten.

Linke und rechte Demonstranten geraten aneinander – Blockaden, Angriffe und ein Hitlergruß

Strafverfahren wegen Angriffen auf Polizisten, Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und einem mutmaßlichen Hitlergruß sind die Bilanz von zwei Protestaktionen in Saarbrücken. Eine der Demonstrationen am Samstagnachmittag fand unter dem Motto „Gegen Linksextreme, für Remigration, für Heimatliebe“ statt, teilte die Polizei mit. Rund 20 Personen haben laut Polizei an der Demo teilgenommen. Zeitgleich wurde im selben Zeitraum unter dem Motto „Für Demokratie und Vielfalt“ eine stationäre Gegendemonstration (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6974f8f6cce444431011de48/flensburg-keine-stadt-den-nazis-800-menschen-demonstrieren-gegen-afd-infostand.html) vor der Europagalerie angemeldet, an welcher insgesamt etwa 150 Personen teilnahmen. Drei Teilnehmer der Veranstaltung gegen Linksextremismus sollen nach dem Aufzug von etwa 30 Personen angegriffen worden sein. Dabei sei ein Mensch verletzt worden. Die Polizei hat auch in diesem Fall Strafverfahren eingeleitet. Störungen mutmaßlich aus dem linken Spektrum „Im Verlauf des Aufzugs kam es im gesamten Streckenverlauf teils zu massiven Störungen durch Personengruppen, die mutmaßlich dem linken Spektrum (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article696c88326b40895ba7f7197d/beamte-aus-15-bundeslaendern-millionen-kosten-fuer-polizeieinsatz-bei-anti-afd-protesten-in-giessen.html) zugeordnet werden können“, so die Polizei. Es seien unter anderem Straßenblockaden mit Mülltonnen, Tischen und Bänken errichtet worden. Zudem seien Polizeibeamte beleidigt, bedroht und tätlich angegriffen worden. Die Einsatzkräfte seien nicht verletzt worden. Gegen einen Teilnehmer der Demo gegen Linksextreme sei ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden, weil er einen Hitlergruß gezeigt habe, hieß es.