Welt 21.02.2026
10:42 Uhr

„Lange nicht gegen so eine Tretertruppe gespielt“ – HSV klagt über Gegner und Schiedsrichter


Der Hamburger SV kommt beim 1. FSV Mainz 05 nicht über ein Unentschieden hinaus. Und fühlt sich vom Schiedsrichter benachteiligt. Gleich zwei gegnerische Spieler kommen mit viel Glück um einen Platzverweis herum. Ein HSV-Profi attackiert die Mainzer heftig.

„Lange nicht gegen so eine Tretertruppe gespielt“ – HSV klagt über Gegner und Schiedsrichter

Nach dem 1:1 (1:0) beim 1. FSV Mainz 05 ist der Frust beim Hamburger SV groß. „Ich habe schon lange nicht mehr gegen so eine Tretertruppe gespielt. Dass die Schiedsrichter da nicht eingreifen, ist Wahnsinn und unverständlich“, schimpfte HSV-Profi (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/) Miro Muheim nach dem Abpfiff am vergangenen Freitagabend über den Gegner und den Unparteiischen Robin Braun. Der 30-jährige Braun aus Wuppertal hätte in der kampfbetonten und teilweise hitzigen Partie eigentlich gleich zwei Spieler (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) der Mainzer des Spielfeldes verweisen müssen. Doch Silas und Dominik Kohr kamen um die fällige zweite Verwarnung herum. „Es steht außer Frage, dass die eine oder andere Entscheidung zu unseren Gunsten hätte ausfallen können. Wenn man die Szenen sieht, sind das klare Gelb-Rote Karten“, klagte HSV-Trainer Merlin Polzin und fügte hinzu: „Das Wechselverhalten der Mainzer sagt alles darüber.“ Urs Fischer gibt zu: Mainz war im Glück Mainz-Trainer Urs Fischer räumte ein, dass sich seine Mannschaft (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) nicht hätte beschweren können, wenn es in Unterzahl geraten wäre. Der 60-Jährige hatte in beiden Fällen umgehend reagiert und seine am Rande eines Feldverweises wandelnden Profis schnell aus dem Spiel genommen. „Wenn du schon belastet bist, musst du vorsichtig sein. Die Auswechslungen kamen zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Fischer. Silas, der für ein Foul an Capaldo in der 39. Spielminute die zweite Gelbe Karte hätte sehen müssen, blieb nach der Halbzeitpause in der Kabine. Für Kohr war Anfang der zweiten Halbzeit kurz nach einem heftigen Einsteigen gegen Muheim vorzeitig Schluss. „Das war ganz klar eine Gelbe Karte. Er geht mit gestrecktem Bein rein und trifft mich am Schienbein. Deshalb kann ich das nicht verstehen. Er hatte sehr viel Glück. Auch bei Silas war es in der ersten Halbzeit eine Gelb-Rote Karte“, haderte Muheim mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und fügte hinzu: „Das ist bitter. In Überzahl wäre vielleicht mehr möglich gewesen.“ Doppeltes Glück für die Mainzer: Der VAR darf derzeit bei solchen strittigen Szenen nicht eingreifen. Eine entsprechende Änderung zur kommenden Saison wird von den internationalen Regelhütern möglicherweise bei einer Sitzung Ende Februar beschlossen.