Welt 26.11.2025
16:53 Uhr

Lange harte Konkurrenten – jetzt fusionieren die Abicht Elbreederei und Barkassen Meyer


Wenn Touristen – oder auch Einheimische – auf Elb-Barkassentour gehen, landen sie in aller Regel auf den Schiffen der beiden größten Anbieter. Um effizienter zu werden, legen diese nun ihren Geschäftsbetrieb zusammen.

Lange harte Konkurrenten – jetzt fusionieren  die Abicht Elbreederei und Barkassen Meyer
Ein Einfrieren des Konflikts an der Frontlinie kommt für den russischen Präsidenten und seinen Machtapparat nicht infrage. (Foto: GAVRIIL GRIGOROV/AFP)

Vom kommenden Jahr an ändert sich an den Landungsbrücken und anderen Anlegestellen einiges – denn überraschend schließen sich ab dem 1. Januar 2026 die zwei mit Abstand bekanntesten Anbieter für Hafenrundfahrten, Charter, Lichter- und Barkassenfahrten zusammen: Die Rainer Abicht Elbreederei GmbH & Co. KG übernimmt den laufenden Geschäftsbetrieb von Barkassen Meyer Touristik GmbH & Co. KG. Der Markenname „Barkassen Meyer“ bleibt bestehen, ebenso die bisherigen Angebote und Routen. Die Geschäftsführer Hubert Neubacher von Barkassen Meyer und Dragan Botic, der seit einigen Jahren eher im Verborgenen die Abicht GmbH führt, kennen sich längst von den Landungsbrücken – dort, wo beide Unternehmen bislang zuweilen lautstark um die touristische Kundschaft konkurrierten. Ein guter Teil des Geschäfts kommt aber auch über gebuchte Touren von Unternehmen. Mit der Fusion entsteht somit ein Unternehmen, das fast 100 Jahre Hafengeschichte vereint. „Das Unglaubliche ist nun wahr geworden“, werden die beiden in einer gemeinsamen Pressemitteilung zitiert. Botic weiter: „Wir haben als junge Männer und später als einfache Angestellte an den Landungsbrücken angefangen. Heute dürfen wir mit Stolz sagen: Wir führen zwei Hamburger Originale in eine gemeinsame Zukunft – hanseatisch, herzlich und verantwortungsvoll.“ Der Zusammenschluss sei nicht nur ein betriebswirtschaftlicher Schritt, sondern auch ein Bekenntnis zur Stadt, zur maritimen Identität. Beide Traditionsreedereien bleiben in Familienhand, die Geschäftsführung liegt künftig bei Neubacher, Botic und Focko Keiter. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Und wieso das alles? „Unsere Branche steht vor wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen. Gemeinsam können wir unsere Flotten effizienter betreiben und neue Energie- und Antriebskonzepte umsetzen“, erklärt Neubacher. Am Mittwochnachmittag wurden die Belegschaften über diesen Schritt informiert.