Die US-Regierung von US-Präsident Donald Trump beobachtet einen möglichen Pestausbruch in Russland genau. Das berichtet das US-Portal „Axios“ (verlinkt auf https://www.axios.com/2026/10/04/russia-plague-outbreak-white-house-us) . Die Regierung „ist sich der Lage bewusst, beobachtet den Ausbruch und prüft derzeit verschiedene Optionen“, wird ein Regierungssprecher zitiert. Hintergrund ist der Tod einer Mitarbeiterin eines russischen Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung in der Region Irkutsk. Die 28-jährige Labortechnikerin soll für das Institut zur Pestbekämpfung von Irkutsk gearbeitet haben. Dort habe sie sich möglicherweise durch ein zerbrochenes Reagenzglas mit dem Lungenpesterreger angesteckt. Anderen unbestätigten Berichten zufolge soll sie sich in einem Labor nach einer Dienstreise angesteckt haben. Bis zu 200 Menschen, mit denen die Frau in Kontakt war, wurden unter Quarantäne gestellt, berichtete das Onlinemedium „Menschen vom Baikal“. Russland dementiert Laborunfall Der Gouverneur der Region Burjatien, Alexeij Zydenow, erklärte, die Frau sei an der Pest gestorben. Dem widersprechen andere offizielle russische Angaben. Der Tod der Frau sei durch eine „Lungenentzündung unbekannter Herkunft“ herbeigeführt worden, teilte die für Seuchenbekämpfung zuständige russische Behörde Rospotrebnadsor mit, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. In Proben der Patientin seien keine Mikroorganismen nachgewiesen worden, „die mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen“. Auch ein Laborunfall wurde den Angaben zufolge ausgeschlossen. Fieber, Atemnot, Brustschmerzen und Husten Die Lungenpest ist eine besonders schwere Form der Pest, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie kann entstehen, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausbreitet, oder durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen von Erkrankten übertragen werden. Typisch ist eine rasch fortschreitende Lungenentzündung mit Fieber, Atemnot, Brustschmerzen und Husten, teils mit blutigem Auswurf. Ohne schnelle Behandlung kann die Krankheit tödlich verlaufen. Frühzeitig verabreichte Antibiotika sind jedoch wirksam. In Russland wurde „Meduza“ zufolge 2016 zuletzt eine Lungenpest-Infektion in der Republik Altai, ebenfalls in Sibirien, registriert. Die Pest kommt laut Robert-Koch-Institut (RKI) noch in Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens vor, nicht jedoch in Deutschland. Das Risiko der Einreise eines mit dem Pesterreger Infizierten nach Deutschland sei gering.