Mehrere Menschen in den Fernbahngleisen haben den Verkehr im Hamburger Hauptbahnhof am frühen Abend stark beeinträchtigt. Nach einer knappen halben Stunde waren die Personen heraus, wie Sprecher von Polizei und Bundespolizei sagten. Der gestoppte Bahnverkehr rollte demnach gegen 18.45 Uhr wieder an. Züge des Fern- und Nahverkehrs waren betroffen, es kam zu Ausfällen und Verspätungen. Vor dem Hamburger Hauptbahnhof demonstrierten zu der Zeit laut Polizei rund 400 Personen für die Kurden in Nordsyrien. Ob die Demonstration mit dem Zwischenfall im Bahnhof zu tun hatte, konnte der Polizeisprecher im Lagezentrum nicht sagen. Die Initiative „Hamburg für Kurdistan“ teilte indes mit: „Parallel zu der Demonstration hatten offenbar kurdische Jugendliche Gleise am Hamburger Hauptbahnhof besetzt, um auf die Angriffe auf Rojava aufmerksam zu machen.“ Auch in Kiel gab es am Nachmittag eine prokurdische Demonstration. Laut Polizei nahmen rund 1.100 Menschen daran teil. Die Versammlung verlief den Angaben zufolge störungsfrei. Erst am Mittwochabend hatten in rund 2.000 Menschen für den Schutz von Kurdinnen und Kurden in Nord- und Ost-Syrien demonstriert. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle, wie ein Sprecher des Polizei-Lagenzentrums sagte. Mehrere kurdische Organisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen. Ende am türkischen Konsulat Sie startete am Hauptbahnhof und endete gegen 21.00 Uhr im Stadtteil Rotherbaum an einer Kreuzung, wo sich auch das türkische Konsulat befindet. Im Umfeld der Demonstration stockte der Autoverkehr, wie ein dpa-Reporter berichtete. In Syrien kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gefechten zwischen Truppen der Übergangsregierung und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften. Am Dienstagabend einigten sich beide Seiten auf einen viertägigen Waffenstillstand. Am Samstag haben die Veranstalter erneut eine Demonstration in Hamburg geplant. Sie soll um 15.00 Uhr nahe dem Hauptbahnhof beginnen.