Welt 17.12.2025
11:43 Uhr

Kompromissangebot – Putin schlägt Frieden ohne Waffenruhe vor


Starkes Signal aus Moskau: Um zu zeigen, wie wichtig ihm der Frieden in der Ukraine ist, möchte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin jetzt ausschließlich pazifistische Waffengewalt einsetzen.

Kompromissangebot – Putin schlägt Frieden ohne Waffenruhe vor

Wir wollen Frieden, wir wollen keine Waffenruhe“: Mit diesen Worten reagierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/article6940aa4fee38f909a4fbb2e0/waffenruhe-ueber-weihnachten-kreml-lehnt-merz-vorstoss-ab.html) wenigstens über Weihnachten die Waffen in der Ukraine ruhen zu lassen. Dass es sich bei dieser Äußerung nicht um ein schnödes Lippenbekenntnis aus Moskau handelte, stellte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin jetzt unmissverständlich klar. Er sei ja kein Unmensch und schlage ein neuartiges diplomatisches Kompromisskonzept vor, teilte Putin am Rande der Planung einer besinnlichen Advents-Attacke auf Kiew mit: „Mir ist unglaublich viel an Frieden gelegen. Solange es dabei keine Waffenruhe gibt, wohlgemerkt.“ Friedensfürst Putin Deswegen habe er die russischen Streitkräfte dazu angewiesen, ab sofort nur noch strikt pazifistische Bombardements von zivilen Zielen in der Ukraine vorzunehmen, erklärte der Kreml-Chef. Damit habe er mehr für die Ukraine getan als die europäischen Spitzenpolitiker, die sich in Berlin mit sich selbst und US-amerikanischen Unterhändlern auf einen Friedensprozess (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6941385411416590a630ca4e/kreml-analyse-nationalsozialismus-wiederbelebt-moskaus-eiskalte-antwort-auf-den-friedensgipfel.html) geeinigt hatten, so Putin. „Wenn wir schießen und Raketen abfeuern, tun wir es aus aufrichtiger Liebe und tief empfundener Menschlichkeit. So ein Frieden ohne Waffenruhe ist doch die viel bessere Botschaft als ein Krieg mit Waffenstillstand!“ Medien in Russland ziehen mit Unterstützt wird der Plan von russischen Staatsmedien, die künftig jede Explosion als „akustisches Friedenssignal“ bezeichnen wollen. Einschläge in Wohngebieten würden demnach als „räumlich ambitionierte Deeskalation“ gelten, während nächtliche Raketenangriffe vor allem dem Zweck dienten, „die Bevölkerung nicht tagsüber mit Frieden zu überfordern“. Für Russland ändere sich freilich nichts, beruhigte Putin seine Landsleute, die sich schon vor einer Zukunft ohne willkürlich Mobilisierungen und den ständigen Verlust von Söhnen, Brüdern und Ehemänner fürchten: „Wir bringen der Ukraine ja schon seit dem 24. Februar 2022 jeden Tag den Frieden. Was können wir dafür, dass die mit Krieg reagieren?“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/welt_glasauge) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!