Endlich mal gute Nachrichten für die Menschen am Rhein, die schon seit Tagen vom Anblick staubiger Gerölllandschaften und dem enervierenden Quietschen von Schiffsschrauben im Kies irritiert werden: Der historisch niedrige Wasserstand (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/nrw/article6a6defdaef632fe6ede67c91/rheinpegel-erreicht-historischen-tiefstand.html) von Deutschlands längstem Fluss hat erstaunlich positive Nebeneffekte. So konnte die Stadtverwaltung in Köln heute bekanntgeben, dass es derzeit praktisch keine Waldbrandgefahr im Rhein gibt. Anders als in der von der Mentalität her ähnlichen Regionen wie Frankreich, Griechenland, Spanien oder der Türkei (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/panorama_nt/article6a6f1d7eef632fe6ede68826/waldbraende-feuer-wuetet-bei-athen-hubschrauber-explodiert.html) sei nicht mit dem Ausbrechen von Feuern wegen achtlos weggeworfener Kippen zu rechnen. „Das weitgehend ausgetrocknete Flussbett hindert Bäume erfolgreich daran, dort zu wachsen und in Flammen aufzugehen“, lautet das beruhigende Fazit von Experten. Köln entgeht verschiedenen Gefahren Das ist aber nicht die einzige großartige Neuigkeit für das oft von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Karneval bedrohte Rheinland. In den kommenden Tagen werde es jedenfalls höchstwahrscheinlich kein neues Jahrhunderthochwasser wie sonst alle paar Monate geben, lauten die ermutigenden Prognosen. Außerdem sei fürs Erste die Gefahr gebannt, dass eines der gigantischen klimaschädlichen Kreuzfahrtschiffe in Köln vor Anker gehe und das Stadtbild unzulässig verschönere. Überhaupt scheint der niedrige Rekord-Pegelstand dem Strom außerordentlich gut zu tun. So konnten Analysten feststellen, dass der Rhein so wenig verschmutztes Wasser wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen hat. Situation am Rhein gibt Rätsel auf Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Anwohner derzeit fest die Daumen für weitere Minusrekorde drücken. Vor allem in Bonn (verlinkt auf https://www.welt.de/debatte/plus6a6f449add06dd5ef2e424f0/abgehaengte-stadt-die-bonn-verschwoerung.html) hofft man, bald die Sperrung der einsturzgefährdeten Nordbrücke (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/panorama_nt/article6a202c821f46a650bff5e2be/bonner-nordbruecke-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt.html) dadurch kompensieren zu können, indem man für das Erreichen der anderen Rheinseite einfach durchs Flussbett fährt. Derweil gibt die Situation Wissenschaftlern noch einige Rätsel auf: Das vermehrte Auftreten von Dürren hätte man angesichts der deftigen Essgewohnheiten und des ständigen Kölsch-Genusses gar nicht erwartet. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!