Welt 22.01.2026
17:27 Uhr

Knapp fünf Tonnen Kokain geschmuggelt – Drogendealer erhalten lange Haftstrafen


Nach dem Schmuggel von 4,6 Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen hat das Landgericht der Hansestadt zehn Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt. Ein Lastwagenfahrer erhielt zwölf Jahre Haft. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen.

Knapp fünf Tonnen Kokain geschmuggelt – Drogendealer erhalten lange Haftstrafen

In einem Prozess um den Schmuggel von 4,6 Tonnen Kokain hat das Landgericht Hamburg zehn Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt. Ein elfter Angeklagter wurde freigesprochen. Die höchste Strafe erhielt ein 45-Jähriger, der nach Überzeugung der Strafkammer die beiden Container mit jeweils mehr als zwei Tonnen Kokain als Lastwagenfahrer aus einem Containerterminal im Hafen holte. Als einziger wurde er wegen Drogenbesitzes schuldig gesprochen, und nicht nur wegen Beihilfe zur Einfuhr und zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Er bekam zwölf Jahre Haft. Als „Schlüsselfigur“ bezeichnete der Richter einen 61 Jahre alten Angeklagten. Er habe die Abholung aus dem Containerterminal Altenwerder organisiert. Der Deutsche wurde zu elf Jahren Haft verurteilt. Die hohen Strafen für die Helfer der nicht vor Gericht stehenden Hintermänner erklärte der Vorsitzende Richter Thorsten Schmidt mit der enormen Menge der Drogen. Im ersten Fall ging es um 2520 Kilo Kokain, die Mitte Mai 2024 in einem Container aus Ecuador nach Hamburg gekommen sein sollen. Der Verbleib des Rauschgifts konnte nicht aufgeklärt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Drogen in Europa in Verkehr gekommen sind“, sagte der Richter. Im zweiten Fall enthielt der Container, der im Ende September 2024 aus dem Terminal in Altenwerder geholt und in eine Lagerhalle im Stadtteil Rothenburgsort gebracht wurde, mehr als 2100 Kilo Kokain. Bei der zweiten Tat wurden die Angeklagten von Zoll und Polizei überwacht. Als der Container, der offiziell nur mit Bananen gefüllt gewesen sein sollte, in einer Lagerhalle in Rothenburgsort entladen wurde, griff das Spezialeinsatzkommando (SEK) zu. Die beim Abladen festgenommenen Angeklagten im Alter zwischen 22 und 35 Jahren wurden zu Strafen zwischen sieben und siebeneinhalb Jahren verurteilt. Der Prozess war im Mai 2025 gestartet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.